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29.06. - 03.07.06 Dakar und Ile de Gorèe

From Westafrika - I in Dakar, Senegal on Jun 28 '06

Katja auf Weltreise has visited no places in Dakar
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Blick vom Plateau der Insel auf Dakar
Blick vom Plateau der Insel auf Dakar
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Unsere Reise starteten wir am 29.6.06 mit dem Flug von Düsseldorf, über Madrid, nach Dakar (Senegal).

Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde! Da wir in der letzten Woche zu sehr mit unserem Umzug beschäftigt waren, hatten wir keine Zeit, eine Unterkunft im Voraus zu buchen. Erst im Flugzeug nach Madrid verschafften wir uns einen Überblick im Reiseführer. Wir wollten die Fähre zu der in Dakar nahe gelegenen Insel "Ile de Gorèe" nehmen, um erst einmal etwas auszuspannen. Aber umsonst hinfahren wollten wir auch nicht, also riefen wir erst einmal in einem der vorgeschlagenen Hotels an und reservierten ein Zimmer.

Bootanlegestelle Ile de Goree
Bootanlegestelle Ile de Goree
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In der Vorhalle des Flughafens warteten schon die Geldwechsler und Taxivermittler und stürzten sich direkt wie die Aasgeier auf uns. Wir schafften uns jedoch, einen kühlen Kopf zu bewahren. Entgegen der Behauptung dieser Leute war es möglich, Geld vom Automaten zu holen (Es werden einem immer irgendwelche komischen Geschichten erzaehlt). Nach langen Diskussionen erzielten wir für das Taxi auch einen angemessenen Preis. Es ist wirklich schwierig zu wissen, wieviel etwas kosten darf, aber damit haben wir später noch einige Erfahrungen gemacht. Wie wir von einem Einheimischen erfuhren, haben wir fuer die Fähre den mehr als dreifachen Preis bezahlt.

Ile de Goree
Ile de Goree
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Das Boot schaukelte ganz schön hin und her. Mark hatte direkt eine Bekanntschaft gemacht und während er sich unterhielt, spürte ich, wie sich meine Magensäfte zu erheben drohten. Ich schaffte es gerade noch, aus dem Boot zu steigen, um mich dann am Kai zu übergeben. Das fing ja alles super an! Wahrscheinlich lag es aber auch an den starken Malariatabletten, die wir entgegen der Empfehlung auf der Packungsbeilage, ohne vorher etwas zu essen, eingenommen hatten.

Die Ile de Gorèe ist eine nette kleine Insel, allerdings sehr touristisch. Sie hat einen Strand und viele kleine Restaurants, wo wir uns das Deutschland Spiel gegen Argentinien und das England Spiel gegen Portugal angesehen haben.

Ile de Goree
Ile de Goree
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 Bootanlegestelle Ile de Gorèe

Die Unesco hat die Insel zum Welterbe der Kulturen erklärt. Seit dem 15. Jh. war sie besetzt von den Portugiesen, Holländern und den Franzosen, die sie als Handelsplatz benutzten. Haupthandelsware waren Sklaven. Wie diese zusammengepfercht auf ihren Abtransport nach Europa warteten, konnte man im Haus der Sklaven sehen. Das war sehr interessant, wenn die Beschreibungen auch nur auf Französisch waren und wir uns das Meiste zusammenreimen mussten.

Platz vor dem Museeum und zum Assemble Nationl hin
Platz vor dem Museeum und zum Assemble Nationl hin
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Am Künstlermarkt vorbei kommt man zu einem Plateau, von wo aus man Dakar sehen kann.

IFAN Museum
IFAN Museum
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Eigentlich wollten wir uns auf dem Markt gar nicht aufhalten, da man überall angesprochen wird, ob man nicht etwas kaufen moechte. Schon allein das Hinschauen zu den Ausstellungsstuecken ist fatal. Allerdings fanden wir einen Stand mit "Bobos Best The". Bobo ist Bob Marley Fan und zeigte uns, wie man echten senegalisischen Tee macht. Es ist ein spezielles Rezept. Ich weiss nur, dass grüner chinesischer Tee mit etwas Wasser und Vanillezucker gekocht wird und frische Minze enthält. Das erste Glas ist sehr stark, mit jedem weiteren Glas wird der Tee schwächer. Der Teeaufguss wir richtig zelebriert. Hierzu wird weit ausgeholt und der Tee von einem Glas in das andere gegossen. Das Ganze wird dann mehrfach wiederholt. Es war unterhaltsam, denn wir bekamen gratis eine Geschichte dazu, und der Tee schmeckt ungewöhnlich aber gut. Überhaupt gehört es scheinbar zur Kultur, dass die Senegaleser immer etwas zu erzählen haben. Man sagt auch: "Wenn ein Mann einen Mund zum Reden hat, ist er nie verloren." Am Freitag hatten wir mit drei der Einheimischen einen sehr netten Abend und tranken gemeinsam Tee.

Einkaufsstrasse in Dakar
Einkaufsstrasse in Dakar
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Nach dem England Spiel am Samstag nahmen wir die Fähre zurück nach Dakar. Beim Einsteigen wurde geschubst und gedrängelt, um als erster auf dem Boot zu sein. Naja - das passiert einem auch in Deutschland.

Am Sonntag haben wir die Ruhe in der Stadt genossen und ein bisschen Sightseeing gemacht: Hôtel de Ville, Palace du President, Assemble Nationàl (Bundestag). Einige Botschaften lagen auch auf dem Weg. Unser Endziel war jedoch das IFAN Museum, das einen Teil der westafrikanischen Kulturstücke ausstellt.

in den Strassen von Dakar
in den Strassen von Dakar
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Platz vor dem Museeum und zum Assemble Nationàl hin

Mit dem Wochenbeginn wurde die Stadt lebhaft. Ich hatte nicht gedacht, so viele Menschen an einem Ort zu sehen - die Strassen waren nur so vollgestopft.

Dakar ist jedoch wie ein einziger grosser, nicht endender Markt. Überall gibt es etwas zu kaufen und überall wird man angesprochen.

Blick auf den Hof unseres Hotels, der tagsber eine Waschkche war und in der Nacht zum Bordel wurde.
Blick auf den Hof unseres Hotels, der tagsber eine Waschkche war und in der Nacht zum Bordel wurde.
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Wir haben viele Baustellen gesehen und uns gefragt, ob das von wirtschaftlichem Fortschritt zeugt. Im Reiseführer habe ich auch gelesen, dass es Senegal ziemlich gut ging bis zur grossen Inflation in 1994. Heute liegt das Wirtschaftswachstum bei ca. 9%. Dennoch sind die Strassen schmutzig, die handwerklichen Mittel scheinen stark begrenzt zu sein und die Häuser sind alt und heruntergekommen. Die Autos sind alle halb durchgerostet, aber die kleinen bunt bemalten Busse lustig anzusehen mit Augen vorn ueber den Scheinwerfern. Die Frauen achten sehr auf ihr Äusseres und sind alle hübsch gekleidet. Viele von ihnen tragen bunte, traditionelle Kleider, selbst in der dreckigsten Ecke. Es gibt selten Mülleimer, alles wird einfach auf die immerhin gepflasterte Strasse geschmissen.

Blick vom Fort d' Estrees auf Dakar
Blick vom Fort d' Estrees auf Dakar
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 Einkaufsstrasse

Ich möchte kurz eine Situation beschreiben, als in einem Randbezirk der Stadt auf unser mauretanisches Visum warteten und etwas zum Frühstücken suchten. Es war sehr schwer, überhaupt etwas zu finden. Imbissstände, so wie wir sie kennen, gibt es nicht. Auf einer grossen Baustelle entdeckten wir dann ein "Cafè" namens Touba, benannt nach der senegalesischen Stadt, aus der der Betreiber kommt. Allerdings war es eine aus Pappe und Blech zusammengezimmerte Hütte. Der Kaffee schmeckte nach Minze und war sehr stark. Als Mich wurde Pulver verwendet. Frische Milch scheint hier nicht so geläufig zu sein, wahrscheinlich gibt es auch keine Möglichkeit, sie kühl zu lagern. Die Becher wurden in einer Schüssel mit Wasser gewaschen, das offensichtlich schon oft benutzt wurde. Mitten im Sitzbereich, auf dem Boden, lag ein Müllberg. Um uns herum schwirrten mindestens 10 Fliegen. Das alles war sehr appetitlich, aber dennoch aufregend! Wir liessen uns nicht davon irritieren und genossen unser mit Butter beschiertes Baguette. Der Betreiber war auch so nett, uns die Fliegen vom Hals zu halten und letztlich gab es das Ganze für schlappe 400 CFA (0,60€) für uns beide zusammen.

 Blick auf den Hof unseres Hotels, der tagsüber eine Waschküche war und in der Nacht zum Bordel wurde.


 
Sala avatar Sala on Jul. 16, 2006 @ 01:01AM said
Hallo! I've read that you speak English, so I hope you will understand my question. (Je parle français aussi, si ça serait mieux) While you were in Senegal, did you have any problems as a couple? I am hoping to stay in Dakar for approximately 4 months with my boyfriend. We would be studying at a university and volunteering. I have read that it is considered offensive to be drunk or to kiss romantically (instead of as a greeting) in public. Do you know if it is acceptable to be an unmarried couple who lives together? Please let me know!

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