Das Reef.
From Australien in Great Barrier Reef, Australia on Sep 08 '06
Und hier ist er, der frischgebackene zertifizierte PADI Taucher Daniel Hattesohl. Nemo habe ich auch gefunden. Aber fangen wir von vorne an.
Am 9 Sep morgens um sechs gings los und die Jungs von ProDive haben mich von meinem Hostel abgeholt. Alles sehr aufregend, da ich nicht wirklich wusste was mich die neachsten fuenf Tage erwarten wurde. Zuerst sind wir in die Tauchschule gefahren und die ersten beiden Tage habe ich teilweise in einem Pool und teilweise im Klassenzimmer verbracht. Mein Tauchlehrer kam aus der Schweiz und hiess Urs. Zuerst gings an die Theorie. Mein lernt ein wenig ueber die Physik unter Wasser, wie die ganzen Gereate heissen, die man sich hinterher auf den Ruecken spannt und was man unter Wasser besser nicht tun soll. Zwischendurch musste ich mir ziemlich langweilige Filme ansehen, in denen die Theorie noch einmal wiederholt wurde.
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Dann am speaten Nachmittag gings ab in den Pool. Nachdem unser Tauchlehrer uns erkleart hatte wie wir unser Atemgeraet zusammenbauen, durften wir unsere Taucheranzuege anziehen, uns die Flasche auf den Ruecken spannen und zum ersten Mal untertauchen. Und ich muss sagen, die ersten fuenf Minuten unter Wasser waren der blanke Horror und ein paar Sekunden habe ich darruber nachgedacht den Tauchkurs abzubrechen und mein Geld zuruckzuverlangen. Etwas schwerrfeallig mit dem ganzen Geschirr auf dem Ruecken und dem Instinkt unter Wasser besser nicht zu atmen beschliech mich ein ziemlich klaustrophobisches Gefuehl. Aber ich habe durchgehalten.
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Unter Wasser muss man dann allerlei merkwuerdige Dinge tun. Zum Beispiel auf seinen Flossen balanzieren und in Schneidersitz im Wasser schweben. Am zweiten Tag wurde es richtig knifflig. Dann uebt man den CESA, den kontrollierten Notaufstieg, falss einemmal im Ozean die Luft ausgeht.
Am Ende des zweiten Tages musste ich dann einen Test bestehen um den Thorieteil abzuschliessen. Ab zueruck im Hostel konnte ich es kaum erwarten morgen aufs Boot gehen und endlich im richtigen Ozean zu tauchen.
Die neachsten drei Tage habe ich auf einem Boot verbracht und sage und schreibe neun Tauchgeange (und einen Nachttauchgang) hinter mich gebracht. Es war der blanke Wahnsinn. Das erste Mal im Ozean errinnte mich sehr an meine ersten fuenf Minuten im Pool aber auch das habe ich durchgestanden. Dannach wurde jeder Tauchgang besser und relaxter und am zweiten Tag konnte ich mich schon auf die Tierwelt unter Wasser konzentrieren.
Es ist schwer zu beschreiben wie man sich beim tauchen fuehlt. Es ist ein wenig als waere man auf dem Mond (vorallendingen Nachts). Man bewegt sich sehr langsam, schwebt ueber den Korallen hinweg und neben einem schwimmt ein Fischschwarm oder eine Schildkroete vorbei. Allerdings wie immer im Leben ist alles ein wenig anders als man es sich vorgestellt hat. Das Reef wirkt bei weitem nicht so lebendig wie man es aus dem Fernsehen kennt. Man schwimmt also nicht dauernd an tausenden Fischschwaermen vorbei und andere Tiere muss man erst eine Weile suchen. Trotzdem habe ich Haie, Stachelrochen, Mantas, Schildkroeten, viele bunte Fische und bei meinem letzten Tauchgang sogar Nemo hoechst persoenlich gesehen.
Das von mir, so ganz glauben kann ich das alles noch nicht. Erst jetzt realiziere ich das ich gerade in Australien am Great Barrier Reef neben einer drei Meter langen Schildkroete getaucht bin. Weird.
Daniel
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