die Pyramiden von Tulum
From Der Sueden Mexikos in Tulum, Mexico on May 04 '06
05.05.2006
Autor: Martin und Johanna
Diese Jugendherberge hiess Weary Traveller. Das war eigentlich mehr eine Notloesung, weil die Zimmer nicht wirklich einladend waren: Zusammengeschweister Rost, duenne Schaumstoffmatten, verblutete Bettlaken und aus dem Bad hat es auch rausgemueffelt. Wir sind recht frueh ins Bett nachdem wir uns Quesadillas gegrillt haben im Innenhof des Hostels.
Irgendwann weckt mich Johanna mitten in der Nacht auf. "Mir ist so uebel, ich brech gleich zusammen!". Also raus aus den Federn und Medikamentensack durchsuchen. Wir sassen dann im Bad auf dem Boden und Johanna hat sich die Tabletten eingeworfen - Schmerztabletten gegen die starken Magenkraempfe und Tabletten gegen Uebelkeit. Die waren aber schneller draussen als Johanna sie eingeworfen hat. Jedenfalls hat Johanna gekotzt wie ein Weltmeister. Hat sich wirklich ehr schlimm angehoert. Wir sassen dann wieder auf dem Boden, haben neue Tabletten eingeworfen und dann kam auch noch ein besoffener Typ der auch noch im Zimmer geschlafen hat. Staendig hat er uns genervt dass wir ihn um 7 Uhr aufwecken sollen... er hat sich dann aber nachdem er fuer ne halbe Stunde wieder verschwunden war sein Handy aufzuladen dieses auf sieben gestellt. Dann um 7 Uhr morgends ein mords Laerm, Johanna hat endlich ein paar Stunden geschlafen - wir stehen im Bett... Handy klingelt ein Weile. Als wir eine gute Stunde spaeter von einem wild-um-sich-Haemmernden Typen vor unserem Zimmer wieder geweckt wurden, lag der Typ immer noch selenruhig in seinem Bett. Johanna war noch so high von den Schmerztabletten und ist dann gleich aus dem Bett gehuepft.
Zum Fruehstueck versprochen waren uns Pancakes, Ruehrei und was weiss ich alles... Toast gab es mit Marmelade, und auch der wurde uns um punkt 9.30 von einer Mitarbeiterin des Hostels weggenommen (30min vor Ablauf der Breakfast-Frist). 10min nach dieser Aktion spielten sich tumultartige Szenen ab, als dann die "super gechillten Amies" auch kapiert haben, dass nun auch der Toast verrauemt ist. Fuer uns hiess das, raus aus diesem Scheisshaus und ab zu einem neuen Hostel. Per "Collectivo" sind wir dann rausgefahren zu den Ruinen von Tulum, dort ins neue Hostel, was billiger und einfach zum Wohlfuehlen ist.
Nach dem Einzug ins Hostel sind wir erstmal wieder an die Beach gegangen. Dort stehen unzaehlige Cabanas. Das sind so Bretterbuden mit Strohdach, wo man zu grosser Wahrscheinlichkeit hin ausgeraubt wird und die 200 Peso pro Nacht kosten - was auch ein super Juhe in Mexiko City gekostet hat. Obwohl das direkt neben den Ruinen in Tulum sich befindet, ist da kaum was los. Obwohl verboten, baden die meissten Frauen hier oben ohne - ausser natuerlich die Johanna, die dafuer wieder mal zu "gschammig" ist. Danach gings ab alte Steine anschauen. Ich uebergebe die Tastatur an Johanna mit einigen kulturellen Aspekten:
Tulum - Eine der schoensten gelgenen Tempelstaetten des Landes(schaut euch nur mal die Fotos an, dann wisst ihr warum). Auf einer Kalksteinklippe ueber der Karibik thront Tulum. Einst annten die Maya die Staette Zama, Morgendaemmerung. Tatsaechlich ist es zu dieser Tageszeit, wenn die ersten Strahlen der Sonne die Gebaeude zum Leuchten bringen, am schoensten. Bereits am fruehen Vormittag treffen auch Busse von Touris an, weil Tulum absolut zum Pflichtprogramm gehoert.
Die Anlage wurde waehrend der postklassischen Periode errichtet, die meisten Bauwerke stammen aus dem 14. und 15. Jh. Das grosse Kairo, sollen die Maenner des Francisco Hernandez de Cordoba ausgerufen haben, als sie an einem Freuhlingstag im Jahre 1517 von ihren Schiffen aus die Festung erblickten. Ueber 6km dehnte sich das religioese Zentrum der Maya am Meer aus. Noch heute ist der Zeremonial- und Palastbezirk- das Einzige, was von der weitraeumigen Staette erhalten blieb- von einer ca. 500m langen Mauer umgeben, durch die man die Staette von Westen her betritt.
Sonst haben wir heute in unserer neuen Herberge der Live Musik gelauscht und echt mal leckeres Mexicanisches Essen zu uns genommen. Das hat mal so geschmeckt wie man es bei uns bekommen wuerde. Kein Wunder der Wirt ist ja auch ein Amerikaner.
Wohin wir morgen fahren wissen wir noch gar nicht so genau. Entweder wir verbringen hier noch einen Tag faul am Strand oder wir reisen nach Guatemala ein.
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