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das letzte Fort...

From Das "Round the World" Abenteuer in Jodhpur, India on Oct 20 '08

Ignis has visited no places in Jodhpur
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Jhodpur...wir hatten uns keine Sorgen gemacht, was diese Stadt angeht, dafuer war sie aber doch ganz schoen "abenteuerlich", gel Ronney? ;-) Am besten gehe ich halt der Reihe nach vor: wir hatten einen Gastgeber, alles super! Er hat uns schon telephonisch mitgeteilt, dass er nicht zuhause sein wird, wenn wir ankommen, dass aber die Eltern dort sein wuerden, um uns zu empfangen...ganz nette und hilfreiche Leute die Eltern. Gesagt, getan, ein Mann, ein Wort, wir finden die Adresse problemlos und wurden ganz lieb und nett von der Mutter empfangen. nach einer Dusche, einem Naeppchen und einer reichen Mahlzeit fragen wir uns doch, wo unser eigentlicher Gastgeber bleibt, da die Arbeitszeit laengst vorbei war. Auf unsere Frage "When will hermandra come back from work?"....meint die Mutter ganz schoen laechelnd: "in December, for Diwali" ;-) Na ja, eine ueberraschung war es schon: der Typ hat gemeint, er sei nicht zuhause, hat aber "vergessen" zu erklaeren, er wuerde erst in einem Monat zurueckkommen...dafuer hat er seine Eltern beauftragt, uns herumzufuehren. Nett waren sie auf jeden Fall, vor allem der vater, der sich gerne ueber Politik, Leben, Gott und die Welt und noch vieles anderes unterhalten hat.

zum letzten mal in einem Fort, versprochen!
zum letzten mal in einem Fort, versprochen!
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Am naechsten Tag hatten wir eigentlich (ausser schnell die touristischen Attraktionen zu sehen: hoch und heilig versprochen, der letzte Fort, wir halten es nicht mehr aus!!!;-)) Ronney zu einem Arzt zu bringen, da die Wunde schrecklich aussah und sich mit jeder Minute immer staerker entzuendete. Der erste Arzt mag wohl in seiner Jugend ein toller gewesen sein, war jetzt aber mit 87 etwas gerostet und ...verrueckt? Ich meine, er hat sich 3 Sekunden lang (ohne anzufassen) die Wunde angeschaut und gemeint, die solle offen bleiben, damit die Sonne sie trocknet ... offen, bei all dem Staub in Indien und bei der krassen Entzuendung, die die Wunde bereits hatte! Na ja...ganz zufrieden mit der Antwort waren wir nicht, also hatten wir folgende geniale Idee: ins Krankenhaus zu gehen, undzwar ins oeffentliche Krankenhaus. Eines muss man diesem Krankenhaus lassen: unschlagbarer Preis (10 Rappen fuer die Konsultation). Was weiter, nach dem "Empfang" passiert ist, versuche ich moeglichst wahrheitsgetreu zu schildern: durch einen ewigs-langen Zement-Korridor, voller Schmutz und umhuellt von einem -man kann ihn auch atemberaubend nennen- Gestank gings zum Arzt. Der Arzt, mit einem Patienten bereits am sprechen, als wir hereingekommen sind, laesst das Gespraech einfach sein und wendet sich zu uns. Das Ganze wird ihm erklaert, seine Reaktion: schaut sich im alten, klassischen, indischen Stil 3 Sekunden lang die Wunde an (ohne anzufassen, natuerlich!) und schickt uns eine Salbe kaufen, damit der Herr im angrenzenden Raum einen Verband damit druebermachen soll. Natuerlich fragen wir, ob wir dann zurueckkommen sollen, er schein uns aber nicth zu moegen, will uns nicht mehr sehen und gibt uns zu verstehen, dass das alles war. Was soll's, Hauptsache wieder gesund werden, also nichts wie los die Salbe organisieren und zurueck zum netten Herrn im Verbandraum. Der Verbandraum, eine Geschichte fuer sich: ein Zahnarztstuhl, auf dem ein "weisses" Tuch lag, auf dem man sich hinlegen haette sollen. Beim Anblick der Blut- und Urinflecken drauf hat Ronney sich zusammengerissen und es geschafft, sich dort hinzusetzen, aber mehr war nicht drin, hinlegen auf keinen Fall! Die Wunde wurde gereinigt...waehrend aber der Verband gemacht wurde, kam der naechste Patient in einem etwas erbaermlicheren Zustand als Ronney, da sein Bein ganz eien offene Wunde war. Da keine Stuehle um ihn herum waren und sich keiner um ihn kuemmerte, er aber Riesenschmerzen hatte, setzte er sich einfach auf dem Zementboden und blutete dort, bis die Herrschaften mit Ronney fertig waren. Deprimierend? Mehr als nur das...grausam! Der Schock, den ich in Delhi hatte, der mir inzwischen etwas weniger praesent war, wurde 1005 reaktualisiert. In was fuer einer Welt lebe ich? In was fuer einer Welt leben sie? Und sie ueberleben trotzdem...

Zum Arzt fuer 10 Rappen...

Dann beschlossen wir, nach Delhi zurueck zu gehen und uns von dem "zivilisierten Dschungel" dort das beste Krankenhaus anbieten zu lassen, das es gibt. Ruck-zuck noch Zugtickets besorgen und auf nach Delhi...eine lange Nacht in einem indischen Schlafwagen vor uns...


Petike avatar Petike on Oct. 25, 2008 @ 10:45PM said
Ich verstehe jetzt, warum Ronney über Indien klagte. :-) Was passierte mit ihm? Wie hat er die Wunde bekommen?

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