Wie hiess noch dass Dorf bei Harry Potter, wo es die Zaubestaebe gibt?
From Seelensuche in Südostasien (Januar+Februar 2008) in Luang Prabang, Laos on Jan 08 '08
Am naechsten Morgen etwas schlaftrunken und verknittert um 7.30 Uhr aufgestanden, kurzes Fruehstueck und ab zum Boot, in der Hoffnung diesmal einen besseren Platz zu bekommen. Wir waren wirklich frueh dran, das Boot erst halbvoll und noch jede Menge gute Plaetze - diesesmal ausserhalb des Maschinenraumes. Und dann? Wie immer in Asien - warten auf...? Gegen 10 Uhr gings dann wirklich los, selbstverstaendlich nicht ohne Kontrolle der Tickets, Abgleich mit irgendwelchen Listen und und und....
Der Mekong ist im Bereich zwischen Pak Beng und Luang Prabang noch schoener als am Tag vorher - kaum zu fassen, diese Vielfalt der Uferszenerien, des Wassers und was alles so schwimmt und treibt. Von Muell bis toten tieren ueber eine Wasserleiche hab ich alles gesehen was man sich so vorstellen kann, aber es ist halt auch ein riesiges Gebiet und auch ein sehr machtvoller Fluss. Teils ist der Mekong 100- 200 m breit und duempelt so ruhig vor sich hin, dass man denken koennte man befinde sich auf einem See, an anderer Stelle ist er beidseitig von hohen Felswaenden eingefasst gerademal noch 20-30 m breit und kocht und sprudelt wie Felices Pastatopf. Am Abend Ankunft in Luang Prabang, wo es erstmal kurze Aufregung gab weil Sylvias roter Rucksack weg war, dafuer aber ein erheblich kleinerer aber ebenfalls roter Rucksack zum Schluss noch uebrigblieb. Was also tun, die Bootsmannschaft verstand auf einmal kein Wort Englisch mehr und das Boot war auch schon wieder am ablegen. Zum Glueck entdeckten wir etwas weiter oben einen etwas schusseligen Professortypen, der sich den erstbesten roten Rucksack in der Annahme es waere seiner gegriffen hatte. Dann Suche nach einem Hostel, nach einigem hin und her auch eines fuer 10 $ direkt in der Altstadt gefunden und ab in die Stadt schauen was los ist. der erste Eindruck - hier fuehl ich mich sauwohl, hier bin ich zu Hause, dass ist mein Doerfchen. Kleine beschauliche Gassen, beleuchtet von den Lampen der dicht an dicht auf dem Boden ausgebreiteten Strassenhaendler, Unmengen an Silberschmuck, Ketten, kunstvoll hergestellten gewebten Schals, Taschen und und und....
Das ganze Dorf sieht aus, als ob in den letzten 50 Jahren bis auf ein- zwei Sachen, wie Strom und Asphaltstrassen nicht viel mehr hier angekommen ist. Etwas morbide Haeuser im ehemaligen franzoesischen Kolonialstil von 1920-1940 stehen zwischen Haeusern mit Bambuswaenden, die aussehen als wuerden sie schon hunderte Jahre da stehen. Die Gassen und Straesslein sind seit Tagen immer wieder mein zu Hause auf der Suche nach nichts und doch immer wieder neuen Eindruecken.
Weil ich ein bisschen trouble mit meinem Magen hab und Kohletabletten my best friends sind, konnte ich leider bisher weder die gegrillten Huehnerkrallen, noch die kompletten gegrillten Huehnerkuecken noch andere leckere sachen kosten, eigentlich wird hier alles gegrillt was nicht sofort verbrennt. Bananen - Ladyfingers, weil sind nur Daumengross aber sehr aromatisch und von der Konsistenz her eher wie Kiwifleisch, Klebreis - sowas wie Milchreis - aber auch in Form eines Magnumeises grillbar, ueberhaupt gegrilltes Gefluegel jeder Art, Form und Konsistenz liegt hier auf den grob zusammengehauenen und mit Bananenblaettern abgedeckten Holzmarktstaenden herum und wartet auf Kaeufer.
Wer diese Unmengen an Gefluegel eigentlich vertilgen soll, zumal dicht an dicht auf hunderten von Metern Stand an Stand - und alle mehr oder weniger das gleiche Angebot.
Aber alle Leute sind vergnuegt, von allen Staenden kommt ein freundliches Sabaidee, was einebenso freundliches Sabaidee zurueckfolgen laesst und kein aufdraengen und verkaufen wollen.
Heute am 12. 1. hab ich mir mal wieder eine Massage im Spa Garden (Dank an dich Christian H. fuer den Tip) gegoennt. Traumhaft, 3 Stunden Oelmassage, Kopfmassage und Fussmassage, der Himmel auf Erden, weil das Wohlbefinden danach ist unbeschreiblich. Das ganze in einer Atmosphaere mit sphaerischer Musikuntermalung, die in good old germany sicher nicht zu bezahlen waere - fuer sage und schreibe 15 Euro. Ralle laesst sich sowas auch auf Rezept verordnen?
Heute nachmittag hab ich dann Sylvia getroffen und wir sind in die Stadt zum Mittagsbaguetteessen am Markt gegangen, noch zur Post, Kaffetrinken (ne Christian ich hab mir die Kaffemaschine nich vorher angeschaut) und so war der Milchkaffee denn auch eher ein normaler sehr gut schmeckender Lao-Kaffee.
Gestern Abend waren Jyoti, Nathan, Sylvia, John und ich noch in der Hive-Bar, hipp und coole Musik, meine Fotos von den Jungs gezeigt, ueber Gott und die Welt und uns und weitere Plaene gequatscht. ein bierchen fuer den nervoesen Magen - alles bestens!!! Leider dann auch von Jyoti und Nathan verabschieden muessen, weil die beiden heute schon nach Vang Vieng weitergezogen sind, so wie die mittlerweile nur noch drei Aussis schon am Abend vorher.
Ist auch mein naechstes Ziel, aber noch bringen mich hier keine 10 Pferde weg, jeden Tag nette Leute kennengelernt, in der Pansion ein staendiges kommen und gehen und wenn man eine Stunde auf der Terrasse sitzt, kommt man automatisch mit anderen ins Gespraech - Traveltips fuer Vietnam hier, Unterkunft dort, does and dont`s ........
Heute Abend gehts sicher nochmal auf den Strassenmarkt, irgendwie sehe ich doch jeden Tag was Neues, ganz beliebt Lao Whisky mit Cobra und Skorpionen in der Flasche - hilft gegen alles wie mir Oppa so erzaehlte.
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