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"Weisse Naechte in St. Petersburg"...

From Das "Round the World" Abenteuer in St. Petersburg, Russia on Jun 21 '08

Ignis has visited no places in St. Petersburg
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22. Juni, 11 Uhr morgens...man merkt es kaum wie schnell es geht und schon stehen wir hinter einer Glasscheibe...nur eine duenne Glasscheibe, die jetzt aber die Bruecke zwischen 2 Welten ist: dem Alltag und der "grossen weiten Welt"...Die Passkontrolle ist vorbei, ich winke ein letztes Mal durch diese Glasscheibe und dann geht es in zuegigem Tempo los um den Flug nicht zu verpassen.

Nach einem Zwischenhalt in Helsinki landen wir zeitgemaess in St. Petersburg. Russland empfaengt uns hoeflich mit der ueblichen "migration card". Ausfuellen und ja nicht unterwegs verlieren, sonst sind wir verdammt unser ganzes Leben hier zu bleiben :-)

die erste russische Wurst...
die erste russische Wurst...
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Natuerlich ist der erste Gedanke, das Hostel zu suchen, das Hostel wo wir ein Zimmer telephonisch auf Franzoesisch gebucht hatten, wo sie nicht mal unsere Namen oder unsere Kreditkartennummer fuer die Buchung brauchten...hmmm, haben wir wirklich ein Zimmer in St. Petersburg? Lassen wir uns ueberraschen...Zumindest eine Adresse haben wir...der erste Schock kommt aber, als wir diese dem Taxi-Fahrer zeigen: 40 Euro fuer die Fahrt dorthin. (und dabei meint er, er tue uns einen Gefallen, eigentlich waeren es 40 pro Person, aber da wir wahrscheinlich so nett waren...) Unsere Ueberlegung dazu: lieber durch ganz St. Petersburg zu Fuss als das...schlussendlich haben wir es plus minus auch gemacht. Verzweifelt auf der Strasse "bettelten" wir (wohlgemerkt auf Englisch) nach Wegweisungen. Vielleicht lag es daran, dass uns alle kopfschuettelnd angestarrt haben und noch schneller als zuvor weitergelaufen sind. Aber Glueck hatten wir schon: wir kriegen eine riesige Autokarte geschenkt. Dort ist naemlich auch unsere Strasse eingezeichnet, die Strasse die sonst niemand in St. Petersburg zu kennen scheint. Nach ein paar Einfuehrungsuebungen ins Kyrillische ist es uns gelungen den Metroplan zu lesen und somit eine Station "in der Naehe" unseres Hostels zu finden: es wird natuerlich hingefahren (ins unterirdische U-Bahn Loch, das Abenteuer des Jeton-Einkaufs, unendliche Rolltreppen die nach unten fuehren, stickige Luft, deprimierte Russen die in den U-Bahnen meistens einschlafen....na ja, ein paar erste Eindruecke die wir so einsammeln konnten)...  Tja...gemaess Karte sollte es wirklich nahe sein: nach 20 Minuten stellen wir fest dass wir erst bei der ersten Kreuzung (von 5) sind...ich hasse Autokarten und ihre Massstaebe... :-) Und ich hasse mich fuer das was ich mir ueberlegt habe als ich meinen Rucksack gepackt habe. Mein Ruecken tut weh wie bloed, so kann es nicht weiter gehen. Endgueltige Entscheidung: ich schicke einen Teil der Kleider zurueck nach Hause. Wir beschliessen, den Bus zu nehmen, weiter 50 Minuten zum Laufen waeren uns jetzt doch zu viel und eigentlich sind wir auch neugierig ob es den Hostel ueberhaupt gibt. Nach einer weiteren Runde angestarrt zu werden (hier zahlt man angeblich fuers Billet erst wenn man aussteigt und es sieht ziemlich laecherlich aus, mit dem Geld in der Hand neben dem Chauffeur zu stehen und sich bloed fragen, wieso er es nicht annehmen will...;-)) kommen wir an. Ja, es gibt ihn, evrika...ein Hostel.

die Kazan-Kathedrale
die Kazan-Kathedrale
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Na ja, wie man's nimmt. Sagen wir mal so: wir beschliessen Flip Flops zu kaufen um duschen zu gehen und packen gleich unsere Schlafsaecke aus (diese Bettwaesche wollen wir nicht unbedingt beruehren)... Ziemlich erschoepft entscheiden wir, unsere "Party-Plaene" auf die kommenden Tage zu verschieben und gehen schlafen. Wir stellen zum ersten Mal fest, es wird hier nie richtig dunkel...wir sind viel weiter suedlich. Tja, "white nights in St. Petersburg"...

23. Juni: der erste volle Tag in St. Petersburg. Da muss man natuerlich Tourist spielen. Jetzt geht es wirklich los: the Church of our Savior of the Blood, die Kazan-Kathedrale, die Rote Burg...wir sind tolle Touristen :-) Und am Abend wird natuerlich russischer Cognac getestet. Wie sich spaeter herausstellen wird, war dieser der beste Cognac unserer ganzen Russland-Reise.

24. Juni: zuerst wird mal ausgeschlafen. Auf der Liste steht Ermitage. Es ist wirklich beeindruckend, was man dort alles sieht, es gibt einem fuer ein paar Augenblicke tatsaechlich das Gefuehl, in dieses goldene Zeitalter einzudringen, dort tief einatmen und wieder in die heutige Welt um ein paar Augenblicke reicher zurueckzukommen. Hmmm...apropos "heutige Welt": wir muessen feststellen, dass wir die ganze Zeit in St. Petersburg die falsche Uhrzeit eingestellt hatten. Unsere Natels haben automatisch umschalten wollen, wir haben den Vorschlag, den uns die Technik gemacht hat, natuerlich dankend akzeptiert, aber leider haben sie die falsche Zeitzone gewaehlt. Wir wurden quasi aus dem Ermitage "verjagt", obwohl wir dachten, wir haetten noch locker eine Stunde Zeit. Tja...kann einem (ich bin immer noch der Meinung, nur uns) passieren. Gut aber, haben wir das jetzt und nicht erst am Tag der Abreise nach Moskau herausgefunden. Den Zug nach Moskau zu verpassen waere nicht so lustig gewesen, um nachher den Russen (auf englisch) am Bahnhofschalter erklaeren zu muessen, dass wir andere Billets wollen. :-)

Church of our savior of the blood
Church of our savior of the blood
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25. Juni: Jetzt geht das Abenteuer aber erst wirklich los: den lokalen Zug nehmen um St. Peterhof zu erreichen, die ehemalige Tsarenresidenz irgendwo ausserhalb der Stadt...Hm, natuerlich regnet es und es ist kalt...wieso haben wir denn all die Sommerkleider mitgeschleppt? Irgendwie klappt es schon Tickets zu kaufen, den Zug auf dem Fahrplan zu finden, heikel wird es erst als wir herausfinden wollen, auf welchem Gleis der Zug ist. Tja, das ist aber (wie wir feststellen durften) auch fuer die Russen selber ein Geheimnis: 5-10 Min. vor Abfahrt wird angezeigt auf welchem Gleis der jeweilige Zug ist. Dann heisst es: losrennen und hoffen :-) St. Peterhof ist aber sehr schoen, der Park ist riesig, die 150 sich im Park befindenden Brunnen beeindruckend...

(nichts ist bemalt, alles ist Mosaik)
(nichts ist bemalt, alles ist Mosaik)
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Der Tag ist aber noch lange nicht vorbei: in der Nacht werden die Bruecken St. Petersburgs gehoben. Das wollen wir nicht verpassen. Das war wirklich schoen. Danach haben wir ein Auto anhalten muessen und uns zum Hostel fahren lassen, da die U-Bahnen nur bis kurz nach Mitternacht verkehren.

26. Juni: um 12 Uhr Mittag haben wir den Zug in Richtung Moskau. Die St. Isaac Kathedrale wollen wir aber auch noch sehen, dafuer hat bis jetzt die Zeit nicht mehr gereicht. Wir haben unsere Rucksaecke am Bahnhof abgegeben, haben genau 1 Stunde und 15 Minuten Zeit bis der Zug faehrt. Sollen wir noch oder sollen wir nicht? Ja, wir sollen...uns jetzt faengt das Rennen an: kurzes Joggen, Busfahrt, desorientiert nach der Kathedrale suchen, Kathedrale finden, karten kaufen und natuerlich noch bis oben in den Turm hoch gehen, 2 Photos machen, runter rennen, den Bus knapp erwischen, Stau im Zentrum St. Peterburgs erleben, aus dem Bus aussteigen und einfach zu rennen beginnen (wir waren x Mal schneller als die Autos so), Gepaeck abholen und mit letzten Kraeften noch den Zug erreichen. Geschafft!!!! Wir sind unterwegs nach Moskau...


 

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