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...endlich Outback!!!

From ...auf der anderen Seite... in Adelaide, Australia on May 18 '07

lucille67 has visited no places in Adelaide
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Busfoto...Flinders Ranges...einfach schoen, aber noch nicht wirklich Outback...
Busfoto...Flinders Ranges...einfach schoen, aber noch nicht wirklich Outback...
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Adventure Tours... guter Name. Es geht um 5:40 morgens los. Vor dem Hostel ist pick up, es ist ziemlich kalt und regnet. Egal, ich bin gespannt, ebenso, wie die paar Leute, die auch da ‘rumstehen und offensichtlich dann wohl auch mitfahren... Eine schnatternde Gruppe Maedels aus...muss England sein... ist meine Lieblingssorte...na, super...

Der Bus kommt, so ein kleinerer, der max. 24 Leute faehrt. Eine Art Energie-Zwerg steigt aus (drahtig, rel. klein, Vollbart und lange Haare unter Kappe...), fragt, wer die Tour nach Alice Springs mitfaehrt und hilft uns, das Gepaeck in den Anhaenger zu schmeissen. Als wir losfahren, sind wir original 10 Leute im Bus, 8 Maedels, 2 Jungen, Durchschnittsalter 24 (wobei ich den Schnitt natuerlich total verzerre ;-)), 3 aus Korea, 5 England 1 Polin und ich. Wie sich schon bald herausstellen sollte, eine absolut coole, super passende Gruppe. Ich denke im Nachhinein, dass das einer der Hauptaspekte einer guten oder nicht so guten Fahrt ist, ob die Leute zusammen passen, oder nicht. Zweiter Aspekt: Der Fahrer bzw. Guide. Ich denke, wir hatten das Glueck schlechthin, wir hatten mit Brian sicherlich den besten Guide der Firma, zumal wir unterwegs auch mal ziemlich komische Geschichten ueber andere Guides und deren Gepflogenheiten gehoert haben... Also, um das schonmal vorweg zu nehmen: die 6 Tage mit Brian waren absolute spitze. Fuer mich persoenlich war es natuerlich ab und zu anstrengend, immer einem ziemlich knappen Programm folgen zu muessen, ich haette an einigen Orten ohne weiteres mehrere Tage verbringen koennen. Aber zu diesem Zeitpunkt und als Alleinreisende war diese Moeglichkeit, einen moeglichst umfangreichen Eindruck vom Outback zu bekommen, mit Sicherheit die optimale.

...von Adelaide nach Alice Springs...
Busfoto...auf jeden Fall Farben und Weite...
Busfoto...auf jeden Fall Farben und Weite...
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Ich will jetzt hier nicht die komplette Tour ‘runterreissen, vielleicht hier nur ein geraffter Ueberblick ueber die Highlights:

1.Tag: Fahrt von Adelaide Richtung Norden in die suedlichen Flinders Ranges. Wetter war bewoelkt, aber je weiter wir nach Norden kamen, desto besser wurde es. Alle 2 Std. ungefaehr, haben wir irgendwo Pause gemacht, meistens um den Bus zu tanken, aber Brian hat auch penibelst darauf geachtet, dass die Mahlzeiten eingehalten wurden und um 12 wurde halt jeden Tag Lunchpause gemacht. Das heisst, dass wir irgendwo an einem - natuerlich planmaessigen - Roadhouse oder Picknick-Platz anhielten, die Essenskisten aus dem Trailer gepackt wurden und alle Tomaten, Gurken und Salat geschnippelt haben, Dosen geoeffnet und so weiter. Meist gab es Sandwiches oder Burger zum Lunch, manchmal wurde auch der Grill angeschmissen, den es fast an jeder unserer Camping- bzw. Picknik-Stellen gab. So, dann natuerlich aufraeumen, abwaschen - klappte richtig gut bei uns. Dann weiterfahren zum naechstern Stop, entweder fuer eine kurze Pause oder fuer eine laengere Pause und einen Walk irgendwo durch schoene Gegend. Wir haben dann so Orte wie Clare und Quorn hinter uns gelassen, immer auf dem Stuart Highway und haben die erste Nacht in einem Kaff im Nirgendwo, namens Parachilna, verbracht. In einem Hostel beim Caravanpark. Der erste Abend im Outback, mit einem mittelklasse Sonnenuntergang hinter den Bahnschienen... Fing schon richtig gut an.

...erstes lunch...
...erstes lunch...
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2.Tag: 6:00 Brian klopft an die Tueren der Dorms (wir hatten 2 Paare dabei, die tatsaechlich immer ein Zimmer fuer sich hatten..) und weckt alle. Und zwar sehr leise und nett. Dieses “Gooood morninggggg, waky, wakyyyy...” hat uns den Rest der Reise intensiv begleitet und wird sicherlich bei allen in lebhafter Erinnerung bleiben. Morgens gabs dann genau eine Stunde fuer Dusche und Fruehstueck und natuerlich aufraeumen, Abwaschen und Trailer packen. Wir haben das auch 6 Tage tatsaechlich ohne Verspaetung hingekriegt...

Busfoto...
Busfoto...
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Dann gings um 7:00 los weiter durch die Flinders Ranges - wirklich eine wunderschoene Landschaft und um diese Jahreszeit, und offensichtlich besonders dieses Jahr, noch richtig gruen zwischen all dem unglaublichen Rot.... Wir sind also bei bestem Wetter durch die sog. Parachilna Gorge gefahren, eine wirkliche Herausforderung fuer Fahrzeug und Fahrer - Aber Brian macht das schon Jahre und absolut unerschuetterlich... Geologisch gesehen, fallen einem natuerlich die Augen ‘raus, bei einer solchen Dichte von jahrmillionenalter “tektonischer Formationen” und das alles in den leuchtendsten Orange- Gelb- und Rottoenen... einfach umwerfend. Wir haben tatsaechlich auch einige der eher scheuen Rock-Wallabies gesehen, in den Rocks halt... Brian wusste oft genau wo welche Tiere wann zu sehen sein konnten. Nach dem Lunch sind wir dann zu unserem ersten laengeren Hike aufgebrochen, auf den Ohlsen Bagge. Tolle Wanderung bis auf den “Gipfel”, ich glaube so um die 400 m. Klasse Aussicht von da oben, auf jeden Fall und die Kletterei hat die meisen von uns ziemlich gefordert!!

...Hoehlenmalerei auf unserem ersten Walk...
...Hoehlenmalerei auf unserem ersten Walk...
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Die Nacht verbrachten wir in einem Hostel auf der Ransley Park Sheep Station. Das Dinner wurde uebrigens immer von Brian zubereitet und der konnte ausgezeichnet kochen... Er hat dann auch mal einige Variationen und Abweichungen vom “Company-Dinner-Plan” kreiirt und das war einfach koestlich. So sind wir zudem noch in den Genuss von Green Thai Curry und Vege Gratin etc. gekommen, anstatt zwischen Reis und Nudeln mit Sosse waehlen zu muessen, wie wohl die ein oder andere Tourgruppe....

3.Tag: So, heute morgen gehts dann mal schon um 5:00 Uhr los, sozusagen nachts...weil es um 6:00 weiter geht Richtung Coober Pedy, der Opal Mine inne Wueste. Es sind ca. 750 km bis dahin und wir wollen ja im Hellen dort ankommen. Wird aber leider nix, weil uns nach ca. 12 km das gesamte Getriebe des Bus’ um die Ohren fliegt... Ich war mit Brian “life” dabei, weil ich immer vorne in der ersten Bank hinter dem Fahrer gesessen habe - beste Sicht und immer gute Moeglichkeit Brian nach irgendwas zu fragen...

...ohne Worte...
...ohne Worte...
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Also, die Sonne klettert gerade ueber den Horizont, der Rest des Busses schlaeft und wir stehen am Strassenrand. Kein Mobil-Empfang, also muss Brian den Berg rauf... um irgendwie an einen neuen Bus zu kommen.... dass es sich bei dieser Angelegenheit nur um Stunden handeln kann ist jedem, ders bis jetzt mitgekriegt hat, klar...

Ich bin natuerlich ‘raus und habe erst mal ein paar Sonnenaufgangs-Bilder gemacht... bin ein bisschen draussen ‘rumgelaufen. Brian hat spaeter ein Feuer am Strassenrand gemacht um wenigstens Wasser zu kochen fuer ‘ne Cup of Tea... Dann kam ein Adventure Tours Bus aus der anderen Richtung vorbei, die waren gerade auf dem Weg nach Adelaide und hatten ihre Tour hinter sich. Wir 10 Leute haben uns dann zu der anderen Gruppe gequetscht, der Fahrer hat uns in Hawker, dem naechsten Outback-Kaff, abgesetzt, wo wir dann in dem einzigen, aber sehr netten Cafe auf Brian und den Abschlepp-Truck gewartet haben. Der kam auch ‘ne Stunde spaeter. Ein paar von uns sind dann ‘ne Runde durch die wirklich schoene Gegend gelaufen, um 12:30 gab’s Lunch, um 14:00 sassen wir in dem neuen Bus, den ein Truck aus Adelaide gebracht hatte und den kaputten wieder mitnahm...

Busfoto...
Busfoto...
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Es war noch eine nette aber etwas gespannte Fahrt nach Coober Pedy, wo wir so gegen 22:00 Uhr ankamen. Die Pizzeria hat tatsaechlich auf uns gewartet, das Underground Pub allerdings, war zu.

Auch haben wir leider Coober Pedy nur by night gesehen... da es ja am naechsten morgen wieder um 6:00 Uhr weiterging zum “Rock”...

4.Tag: Wir haben gute 700 km vor uns, um am Abend bei Sonnenuntergang beim Uluru (Ayers Rock) zu sein. Dieser Colonel Ayers, uebrigens, war nur 2 Wochen im Amt und sowas von unglaublich unwichtig, dass kein Australier den Rock Ayers Rock schimpft. Er hiess schon immer und heist noch Uluru!! (Was uebersetzt ungefaehr heilige Staedte, Camp, Versammlung etc. bedeutet...)

Busfoto...langsam veraendert sich die Landschaft...
Busfoto...langsam veraendert sich die Landschaft...
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Tja, jetzt bin ich halt doch an den hyper touri Plaetzen Uluru und Kata Tjuta (Olgas)... Da wollte ich eigentlich nicht hin! Einfach auf grund der Tatsache, dass die Touris sich da tummeln und diese Plaetze total vermarktet werden. Jetzt allerdings, bin ich froh, dass ich da war, denn bekanntlich hat ja alles 2 Seiten. Die totale Organisation um diese heiligen Staedten macht es auf der anderen Seite natuerlich moeglich, dass die Horden von Touris nicht alles erbarmungslos platt machen. Und wenn man einen guten Guide hat, dann hat man vielleicht auch das Glueck, zu einer Uhrzeit an einem Ort zu sein, zu der der Hauptpulk noch oder nicht mehr da ist...

...in der Naehe des Campingplatzes...och nee, schon wieder diese Touris...
...in der Naehe des Campingplatzes...och nee, schon wieder diese Touris...
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So war’s dann auch. Sonnenuntergang war nett aber entsetzlich, eine Million Leute und leider auch Amis (...!) die alle ein Glas Sekt schluerfen und ununterbrochen fotographieren... Gott, ja, ich habe auch Sekt getrunken, zwar aus einem Metallbecher, und Bilder gemacht habe ich auch, ich habe tatsaechlich dazu gehoert... Aber zumindest war unsere Gruppe nicht so laut....

Wie auch immer, der Sonnenaufgang war nicht ganz so spektakulaer, weil der Platz, wo die Leute bleiben muessen, im Grunde zu dicht am Rock ist, dadurch bekommt man ihn fast nicht aufs Bild... Das ist es, was ich meinte: Man hat zwar keine einsame private Atmosphaere im Angesicht des Uluru, aber das Areal um den Felsen wird dadurch halt auch nicht platt getreten von den unzaehligen Wahnsinnigen...

...erwischt...auf dem Bergtrip...
...erwischt...auf dem Bergtrip...
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Tag 5: Sonnenaufgang am Rock, danach Base Walk, das heisst einmal drum ‘rum. Ca. 9 km. Einfach toll. Bilder kann man nur an einigen Stellen machen, viele Stellen des Uluru sind heilig und dort darf nicht fotographiert werden. (Teilweise werden auch Kameras gecheckt fuer Bilder von sacred sites werden Strafen in Hoehe von 5000 $ verhaengt...) Aber es gibt halt Zeitgenossen, vorwiegend wohl aus dem asiatischen Raum, die einfach alles fotographieren, kein Respekt vor irgendwas, das sind meist auch die, die auf den Uluru klettern muessen, obwohl die Aboriginees darum bitten, es nicht zu tun... aus Respekt... ich moechte die Gesichter sehen, wenn Leute bei denen auf Heiligtuemern ‘rumkraxeln oder Bunjee jumpen vom St. Peters Dom... es ist einfach unglaublich, die Ignoranz und Dummheit auf dieser Welt...

...mal wieder 'nen viesen Voschel, nach dem 40.sten mal...
...mal wieder 'nen viesen Voschel, nach dem 40.sten mal...
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Abgesehen davon war’s einfach unglaublich schoen, ist schon wirklich was ganz besonderes, dieser Felsen in der Mitte Australiens... vor allem, wenn man so ein wenig von den Creation Time Stories der Kultur mitbekommt, die sich um diese zentralen Staedten ‘ranken, seit mehr als 60.000 Jahren...(Wichtiger Hinweis von Brian: Dreamtime ist nicht wirklich die Uebersetzung des Begriffes aus der Sprache der Abos, denn Traeumen ist keine aktive, bewusste Taetigkeit...zumindest nicht in unserer Sprache. Die “Traumzeit” der Abos aber, ist die Zeit, in der die Ancestral Beings die Welt erschufen, und das war nicht getraeumt, sondern real und ist es noch!! Also, nicht Dreamtime, sondern Creationtime!!! Kann ich absolut annehmen...)

...man achte auf den Titel des Trucks...Desaster Master...einfach gut!
...man achte auf den Titel des Trucks...Desaster Master...einfach gut!
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Spater am Tage gabs noch einen Walk bei den Kata Tjuta, einer nicht minder heiligen Staedte im Osten des Uluru, von der aber nicht eine einzige Creation Story jemals an weisse Austrlier weitergegeben wurde... Uluru ist wohl das einzige Heiligtum, dessen Creation Time Stories teilweise mit den weissen Australiern, bzw. dem Rest der Welt geteilt werden... Die Bedeutung anderer heiliger Plaetze wird geheim gehalten...

Abends gehts in ein Camp beim Kings Canyon, Feuer unterm Sternenhimmel, schoener Ausklang, wir schlafen alle in sog. Swags, draussen beim Feuer...

Busfoto...gegen abend...
Busfoto...gegen abend...
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Tag 6: um 6:00 Uhr vom Camp - das fuer mich uebrigens das schoenste war, ganz weit draussen und nur noch mit einer anderen Gruppe unterm Sternenhimmel - zum Kings Canyon und einem 2 ein halb Std. Hike.

Traumhaft, die Zeit ist mal wieder viel zu kurz, es ist wirklich wunderschoen da durch die Schluchten und Berge zu laufen und den Geschichten ueber Steinformationen, Pflanzen und Tiere zu folgen...

Aber gegen 11 muessen wir wieder los, zum Lunch Platz, einem tollen Roadhouse auf dem Weg zurueck zum Stuart Highway, der uns dann nach Alice Springs bringt. Viel zu wenig Zeit auch in der Gallery, die ans Road House angeschlossen ist und in der es unglaublich schoene und viele Originale der Aboriginal Malerei gibt... Ich bin drauf und dran ein Bild zu erwerben, habe aber keine Zeit.... Also, sind es nur ein paar Karten, die ich als Erinnerung mitnehme...

...cooles Hostel im Felsen...eigentlich aber ziemlich warm...
...cooles Hostel im Felsen...eigentlich aber ziemlich warm...
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Wir kommen gegen 17:00 Uhr in Alice Springs an, ich checke im gleichen Hostel ein, wo die anderen schon gebucht haben. Die Haelfte von uns faehrt in 2 Tagen weiter, mit einem anderen Fahrer auf eine 6-Tages-Tour hoch nach Darwin. Ich hatte kurzfristig ueberlegt, ob ich mitfahren soll, hab’ mich dann aber doch anders entschieden.

Uebrigens habe ich meinen Flug nach Singapur um 4 Wochen verschoben... ich war hier einfach noch nicht fertig... So bin ich jetzt etwas entspannter, kann noch ein, zwei Wochen irgendwo wwoofen und noch Michael in Katherine besuchen, ohne in Stress zu geraten... In diesem Sinne, bis denne...


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