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Die Altstadt von Hanoi!

From Seelensuche in Südostasien (Januar+Februar 2008) in Ha Noi, Vietnam on Jan 25 '08

jup2008 has visited no places in Ha Noi
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Also gestern bin ich bei ca. 15 Grad - also fuer den 30 Grad Laosverwoehnten saukalt - mit allem was mein spaerlicher Klamottenvorrat so hergab auf dem Leib durch die Altstadt von hanoi gezogen. Es kam dann auch noch ein leichter Nieselregen dazu, so dass ich froh war auch meine Regenjacke anzuhaben. Schier unglaublich was sich hier in der Altstadt so abspielt. Das eine sind die Haendler. Ihr muesst wissen, dass in Hanoi aus steuerlichen Gruenden die Haeser sehr schmal sind, also in der Regel so 3-4 m, aber dafuer als so genannte Rohrenhaeuser weit weit nach hinten weg gehen, quasi so wie unsere Reihenhaeser, nur etwas tiefer. Also das Erdgeschoss muss man sich wie eine Garage mit Roll- oder Schiebetor vorstellen, welches den Blick in voller Breite auf den Raum dahinter frei gibt. In jeder dieser Garagen sind jede Menge von Waren, Klamotten, Suessigkeiten, Haushaltsgeraeten, Moebeln, getrockneten Fruechten, Obst, getrocknetem ^Alles was man nur irgendwie trocknen kann^ vollgeladen bis unter die Decke. Und das nicht in einer Strasse, nein in allen Strassen, die ich in meiner gestrigen 4 Stundentour durch die Altstadt durchlaufen bin. Einfach unbeschreiblich, was hier auch an jeder Ecke auf einem kleinen Holzkohleofen gebrutzelt, gebraten, geduenstet und gekocht wird - und das wird auch alles aufgegessen. Am lustigsten ist es anzuschauen, wenn kurz vor der Sperrstunde - gibts auch hier- die Leute anfangen mit Mann und Maus alles was nicht verkauft wurde in sich reinzustopfen, soll ja nicht schlecht werden und am naechsten Tag wird ja wieder gebrutzelt, gebraten.....!

Zum Strassenverkehr muss ich auch noch was sagen. Also am schwersten ist es beim Ueberqueren einer der Hauptstrassen - mit auch mal 20 m Breite - den bei uns voellig normalen Reflex, schneller zu werden oder auch mal zu rennen, auszuschalten, wenn man merkt, dass von rechts eine schier undendliche Armada von Mopedfahrern angerast kommt. Nein, genauso langsam weiterlaufen wie am Anfang. Bei dem nie abreissenden Mopedstrom beginnt man auch so die Strasse zu ueberqueren, einfach wie ein tauber und blinder Mann langsam ueber die Strasse laufen nicht rechts und links schauen und niemals!!! anhalten!!

Bin also gestern durch die Altstadt gelaufen, die eine Infrastruktur aus dem fruehen 19ten Jahrhundert, jedoch den Verkehr aus dem fruehen 3ten Jahrtausend hat. Ueberwaeltigend und auch etwas abschreckend. Wie im bisher gesehenen Asien auch, findet die Anbindung der Haushalte an das moderne Leben auch hier oberirdisch statt, so dass schier undurchschaubare Kabelknaeuel in der Luft haengen und sich gleich Schlingpflanzen von Mast zu Mast und Haus zu Haus ranken - sozusagen der *moderne Urwald* erobert sich die Staedte zurueck. Hab dann gestern auch noch ein nettes kleines Kaffee gefunden, zum aufwaermen, trocknen und ausspannen und abends gings dann bis 11 Uhr nochmal ins Nightlife - erinnerte mich an alte ^Club^-Zeiten als um 11 Uhr das Licht an- und die Musik ausging. Hat ja auch was fuer sich, ich komm frueh ins Bett.


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