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Ruinenbesichtigung

From Honduras in Copan, Honduras on Aug 19 '06

Johanna & Martin has visited no places in Copan
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20.08.2006

Autor Johanna

Heute morgen sind wir mal wieder ganz frueh aufgestanden. Wenn man im Dorm schlaeft, ist das ziemlich einfach, weil mit so vielen Menschen ist es schwer ruhig zu schlafen und da lockt es einen schon frueh aus dem Bett. Hier in Copan ist anscheinend wieder ein richtiges Mueckennest, die haben mich am ganzen Koerper zerstochen. Phuuu hoffentlich hoert das mal auf.

Wir sind dann schon so um 9 zu den Ruinen gewandert. Eine Tour fuer uns allein haette 25 Dollar gekostet, der Eintritt hat auch schon 10 Dollar pro Person gekostet. Wir haben uns dann einer anderen Gruppe angeschlossen um das Geld zu teilen. Copan ist wirklich wunderschoen und jetzt schon wie ein Park. Es fliegen auch freie Papageien herum. Zu Copan

Copán war zur klassischen Maya-Zeit einer der bedeutendsten Stadtstaaten. Heute ist die kleine Stadt San José de Copán im Westen von Honduras der Ort einer der wichtigsten und ausgedehntesten Ausgrabungsstätten der Maya-Hochkultur. Diese zählt zum Weltkulturerbe

Jäger besiedelten das Copán-Tal zwischen 1100 und 900 v. Chr. Sie machten sich sesshaft und gingen zum Ackerbau über. Zwischen 300 v. Chr. und 150 war das Tal wahrscheinlich wieder entvölkert.

Das Königreich Copán wurde ca. 160 gegründet. Ab 426 herrschte während 400 Jahren ununterbrochen eine einzige Dynastie. Im 7. Jahrhundert stieg Copán zur Grossmacht auf und erreichte die größte Flächenausdehnung. Zum Königreich Copán gehörte nun auch die Stadt Quiriguá.

In der Blütezeit zwischen 695 und 763 schufen die besten Bildhauer, Baumeister, Kalligrafen und Kunsthandwerker der Zeit prächtige Tempel, Pyramiden, Altare, den zweitgrößten Ballspielplatz der Maya-Kultur sowie fein ziselierte Stelen und Reliefs. Auch entstand in dieser Zeit die monumentale Hieroglyphentreppe, das größte Schriftwerk der Maya, das aus mehr als 2200 Schriftzeichen besteht.

Nach 763 begann Copáns Abstieg. Durch die rasche Ausdehnung des Reichs war die Bevölkerungszahl nach oben geschnellt. Allein im Tal von Copán wohnten rund 24'000 Menschen - zuviele für die einheimische Landwirtschaft. Die Bauern wurden von der palastbauenden Elite an die kargen Berghänge verdrängt, die nach kurzem erodierten. Nahrungsmittelknappheit, Unter- und Mangelernährung waren die Folgen.

822 bestieg der letzte König von Copán den Thron. Wenig später wurde die Stadt aufgegeben. Innerhalb von lediglich 200 Jahren entleerte sich das Tal von Copán weitgehend, und der Dschungel überwucherte die einst prächtige Stadt.

Trotz Überlieferungen konnten die spanischen Eroberer Copán nie finden. Erst 1834 wurde Copán vom Obersten und Forschungsreisenden Juan Galindo wiederentdeckt. Davon hatte der Forschungsreisende John Lloyd Stephens Kenntnis. 1839 machte er sich in Begleitung des Zeichners Frederick Catherwood auf nach Mittelamerika, mit dem Vorhaben, die untergangene Maya-Hochkultur zu erforschen. Als sie Ende 1839 nach Copán kamen, war die gesamte Stadt vom dichten Dschungel verdeckt. Erst nach mühsamer Freilegungsarbeit durch einheimische Arbeiter konnten Stephens, der die Ruinenstadt für nur 50 US-Dollar den Indígenas abkaufte, und Catherwood mit Vermessung und Skizzierung der Ruinen beginnen.

1977 gab die honduranische Regierung Copán zur Restauration und Konservierung frei. Seit 1980 gehört es nach Unesco-Deklaration zum Weltkulturerbe der Menschheit. Die Ausgrabungen und das archäologische Museum liegen einige wenige Fussminuten außerhalb des Stadtzentrums von San José de Copán, kurz Copán Ruinas genannt. Es ist ein friedliches Städtchen mit farbenfrohen Häusern im Kolonialstil und zahlreichen Pensionen und Hotels.

Die Ruinen sind nicht derart monumental wie jene in Tikal, dafür ist filigranste, in ihrem Detaillierungsgrad unübertroffene Steinmetzarbeit zu sehen. Reizvoll ist auch die Lage Copáns mitten in einem tropischen Wald, durch den ein mystischer Weg vorbei an halb ausgegrabenen Gebäuden führt.


 
Johanna+Peter avatar Johanna+Peter on Aug. 20, 2006 @ 10:35AM said
Hey, das hört sich ja an wie ein Paradies für Tiere.

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