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Wellington

From Neuseeland in Wellington, New Zealand on Oct 16 '06

Johanna & Martin has visited no places in Wellington
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17.10.2006

Autor Johanna

Am Freitag sind wir in Wellington angekommen und sind dort dann uebers Wochenende beim Achim (einem Schulfreund vom Martin) geblieben.

Am Abend hat er uns dann gleich mal mit ins Pub genommen, wir waren allerdings schon eher muede und haben es gar nicht lange ausgehalten.

Am naechsten Tag ist dann Achim mit uns die Gegen und vor allem die Kueste abgefahren. Er hat uns all die schoenen kleinen Doerfchen gezeigt und sogar das Studio wo Herr der Ringe gedreht worden ist haben wir gesehen. War alles sehr schoen uns aufregend. Am Ende haben wir uns dann alle noch einen Kaffee genemigt. Spaeter gab es dann noch Spaetzle, worueber sich alles sehr gefreut haben. Vor allem, mal was warmes in den kalten Haus, die haben naemlich gar keine Heizung. Puhhh haben wir gefroren.

Am Abend war dann wieder Party angesagt, Martin und ich sind allerdings gleich wieder verschwunden, irgendwie waren wir naemich schon wieder total muede.

Am Samstag bin ich dann durch die Stadt getigert und hab mir all die schoenen Geschaefte mit all den schoenen Sachen angesehen, die ich mir alle leider nicht kaufen kann. Hmmm aber Sushi hab ich mir dann doch noch genemigt.

Am Nachmittag sind wir dann in das Nationalmuseum gegangen. Das wir wirklich sehr interessant, vor allem die Sachen mit den Erdbeben, da es bei uns ja gar nicht so brisant ist. Hier hat es allerdings ca. 150 spuehrbare Erdbeben pro Jahr.

Am Sonntag sind wir dann noch in den Botanischen Garten gewesen und sonst haben wir eher wenig unternommen, weil a ist es hier extrem kalt und der Martin hatte auch noch extrem viel zu tun.

Heute sind wir mit der Faehre zur Suedinsel ruebergefahren und morgen wollen wir uns Wale anschauen, dann kann ich auch wieder was berichten.

Hier noch ein paar Daten ueber die Hauptstadt.

Wellington (Te Reo Maori: Te Whanganui-a-Tara oder Pōneke) ist die Hauptstadt von Neuseeland, befindet sich an der Südspitze der Nordinsel des Landes und bildet die südlichste Hauptstadt der Erde. Der Ballungsraum Wellington stellt mit einer Einwohnerzahl von 370.000 Menschen die größte Hauptstadt Australasiens (also Australiens und Ozeaniens) dar und bildet nach Auckland die zweitgrößte Agglomeration des Pazifikstaates. Dabei hat das Stadtgebiet etwas mehr Einwohner als zum Beispiel Canberra oder Wuppertal. Die Agglomeration setzt sich aus den Stadt-Distrikten (City Councils) Wellington City im Süden, Porirua im Norden und den Städten Upper- und Lower Hutt im Hutt Valley im Nordosten bzw. Nordwesten zusammen. Das gesamte Stadtgebiet wiederum befindet sich vollständig innerhalb der Grenzen der RegionGreater Wellington. Die Maori-Bezeichnung Te Whanganui-a-Tara bezieht sich auf den angrenzenden Wellington Harbour und bedeutet übersetzt "Der große Hafen des Tara", während Pōneke nur die transkribierte Version von "Port Nick", der früheren Bezeichnung für die Stadt ist.

Dank ihrer exponierten Lage an einer Landspitze bietet die Stadt eine Angriffsfläche für starke Windströmungen, daher auch der Spitzname der Stadt: Windy Wellington, also "Windiges Wellington". Der Ballungsraum ist politisches und kulturelles Zentrum des Landes sowie Mittelpunkt der neuseeländischen Film- und Theaterindustrie. Die zwei Universitäten verleihen der Stadt ein junges Flair, das sich deutlich auf die Anzahl an Cafés und das Nachtleben im kompakten Stadtzentrum auswirkt. Wellington ist bekannt für seine malerische Lage zwischen Naturhafen und grünen Hügellandschaften, in die abgestufte Vororte eingebettet sind, die oft aus kolonialen Villen bestehen.

Der Ballungsraum Wellington liegt an der Südwestspitze der neuseeländischen Nordinsel am Wellington Harbour. Durch die Cookstraße wird die Stadt von den Marlborough Sounds auf der Südinsel getrennt. An klaren Tagen kann man von Wellington aus die oft schneebedeckten Kaikoura Ranges im Süden erkennen. Nördlich des Großraums befindet sich die Kapiti Coast mit ihren ausgedehnten weißen Sandstränden, während das Stadtgebiet im Osten durch die Rimutaka Range von den bekannten Weinbaugebieten im Wairarapa getrennt wird.

Die Gegenden im Westen des bebauten Gebiets von Wellington City steigen relatativ steil zu einer hügeligen Mittelgebirgskette an, so dass die dort gelegenen Stadtteile mitunter um einiges höher als das Stadtzentrum liegen. Aufgrund seiner geographischen Beschaffenheit wird Wellington oft mit San Francisco verglichen. Der südlich des Stadtzentrums gelegene Mout Victoria ist ein beliebter Aussichtspunkt und einer der markantesten geographischen Besonderheiten der Stadt. Die Miramar-Halbinsel (spanisch; Seeblick) bildet den südlichsten Punkt der Agglomeration. Westlich davon wurde der Internationale Flughafen der Stadt errichtet. Direkt östlich dieser Halbinsel befindet sich die Hafeneinfahrt in den Wellington Harbour und das berüchtigte Barrett-Riff, dem schon zahlreiche Schiffe zu Opfer fielen, das bekannteste ist wahrscheinlich die "Wahine", die hier im Jahr 1968 sank und über 50 Menschen in den Tod riss. Im Naturhafen selbst gibt es die drei Inseln Somes (maori: Matiu), Ward (maori: Makaro) und Mokopuna, von denen nur erstere bewohnt ist. Im Norden mündet einer der großen Flüsse der Nordinsel, der Hutt River, der sich zuvor durch das gleichnamige Tal windet, in die Bucht. Im Hutt Valley befinden sich zwei weitere große Städte des Ballungsraumes: Upper Hutt im Norden wird von Lower Hutt im Süden durch die Taita-Schlucht abgegrenzt. Die Städte werden von beiden Seiten durch Gebirgsketten eingegrenzt. Im Westen sind dies die Akatarawa Ranges und im Osten die Rimutaka Range. Die letzte große Ansiedlung des Ballungsraumes, Porirua, liegt ganz im Nordwesten der Agglomeration am Porirua Harbour, der im Westen in die Cookstraße mündet.

Der gesamte Ballungsraum Wellington wird von einer aktiven geologischen Verwerfung durchzogen. Unweit des heutigen Stadtzentrums schiebt sich die leichte, dicke Australische Platte über die dünnere, aber schwerere Pazifische Platte. Die Bewegungen dieser beiden Platten führten zur Bildung dreier großer Störungen, die entweder mitten durch die Städte oder nahe an ihnen vorbei führen: die Ohariu-Verwerfung , die Wairarapa-Verwerfung und die Wellington-Verwerfung. Wenn sich nun eine dieser Störungszonen plötzlich bewegt, entstehen Erdbeben. Letztere dieser Verwerfungen führt durch das gesamte Hutt Valley geradewegs durch das Stadtzentrum von Wellington City. Durch die starke Erdbebengefährdung und die häufigen Verschiebungen der Platten im Ballungsraum Wellington entwickelte sich die Stadt zu einem der weltweit führenden Zentren zur Untersuchung von geologischen Plattenverschiebungen.

Zahlreiche Erdbewegungen veränderten das Aussehen der Gegend entscheidend. So wurde der Erdboden sowohl an der West- als auch an der Ostküste nach einem Erdbeben im Jahr 1400 um bis zu drei Meter gehoben, was den gesamten Küstenverlauf vollkommen veränderte. Im Jahr 1855 wurde der Erdboden aufgrund eines Bebens innerhalb des Hafenbeckens um mehrere Meter angehoben. Das mit einer Stärke von 8,1 auf der Richterskala schwerwiegendste Erdbeben, das jemals in Neuseeland gemessen wurde, ging als Wairarapa-Erdbeben in die Geschichte ein.

Wellington befindet sich in der gemäßigtenKlimazone. Schon alleine der Spitzname der Stadt, Windy Wellington, sagt einiges über das Klima des Ballungsraums aus. Zum einen sorgt die exponierte Lage Wellingtons an einer Landspitze für eine größere Angriffsfläche für starke Windströmungen, außerdem ist Wellington die einzige Hauptstadt der Erde, die innerhalb des Einflussbereichs der Roaring Forties (deutsch: Donnernde Vierziger) liegt. Der Begriff "Roaring Forties" bezeichnet eine Zone starker Westwinddriften zwischen dem 40° und dem 50° südlicher Breite. Trotz dieser besonderen Lage treten schwere Stürme nur im Herbst und im Winter auf.

Insgesamt scheint in Wellington öfter und länger die Sonne als in Auckland, Melbourne oder London, pro Jahr sind es über 2035 Stunden; außerdem regnet es weniger als in Sydney oder Auckland, die durchschnittliche Niederschlagsmenge pro Jahr liegt bei etwa 1249 mm, wobei die Wintermonate, also Mai bis August, in der Regel verregneter als die Sommermonate sind. Die durchschnittlichen Januar-Temperaturen schwanken zwischen 13,3°C (durchschnittliches Minimum) und 20,6°C (durchschnittliches Maximum), während die durchschnittlichen Temperaturen im Juli zwischen 5,6°C und 11,7°C liegen.

Die früheste Bezeichnung für die Gegend um den heutigen Ballungsraum ist "Te Upoko o Te Ika a Maui" (englisch: the Head of Maui's fish) oder "Der Kopf von Mauis Fisch". Der Begriff ist auf die fischähnliche Formgebung der neuseeländischen Nordinsel zurückzuführen. Dieses Gebiet war seit jeher etwas besonderes, da der "Kopf eines Fisches" nach den Bräuchen der Maori mehr wert ist, als der Rest. Neuzeitliche archäologische Funde nahe des Cape Palliser datieren die Ankunft der ersten Ureinwohner auf etwa 1350 zurück. Damit bildet das Region um Wellington neben der Far-North-Gegend das erste Siedlungsgebiet des Landes.

Nach der Mythologie der Maori kam dem Helden Maui die Ehre zuteil, einen großen Fisch zu fangen, der heute die neuseeländische Nordinsel bildet, während sein Kanu die Südinsel darstellt. Weiter heißt es, dass der Wellington Harbour auf der einen und der Lake Wairarapa auf der anderen Seite die Augen des Fisches sind. Der Mund wird von der Palliser Bay repräsentiert, während Cape Palliser und Turakirae Head als äußerste Kieferknochen fungieren. Die Bergketten Rimutaka, Tararua und Ruahine Range stehen für das Rückgrat des Fisches.

Lässt man diese Entstehungsmythen einmal unbeachtet, gilt der polynesische Entdecker Kupe nach Legenden der Maori als erster Mensch, der das Gebiet um das heutige Wellington im 10. Jahrhundert betrat. Nachdem er ein paar Inseln einen Namen gab, kehrte er ohne das Gebiet zu "kolonisieren" wieder in seine Heimat, die polynesischen Inselgruppen, zurück. Einige Jahre später schickte ein großer Maori-Anführer namens Whatonga seine beiden Söhne Tara und Tautoki von der Mahia-Halbinsel an der Hawke Bay aus Richtung Süden. Nachdem die beiden den heutigen Wellington Harbour erreichten, errichteten sie eine erste Siedlung auf der Miramar-Halbinsel (spanisch; Seeblick). Deren Nachkommen begründeten zahlreiche aufstrebende Stämme (z.B. Ngai Tara, Ngati Apa oder Ngati Ira). Der Name "Tara" ist in zahlreichen geographischen Merkamalen verewigt, so wurde der Wellington Harbour seit dieser Zeit als "Te Whanganui a Tara" (englisch: the great Harbour of Tara) oder der "große Hafen des Tara" bezeichnet, was heutzutage auch die offizielle Maori-Bezeichnung der Stadt ist. Der Bezeichnung Tararua Range zeugt ebenfalls von dieser Zeit. Nachdem 1819 Waikatostämme die Stämme Ngati Toa und Te Ati Awa vertreiben, wandern diese in Richtung Wellington weiter. Infolgedessen kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzung mit den dort heimischen Stämmen.

Zur Zeit der ersten europäischen Entdecker des Gebiets - Abel Tasman im Jahr 1642 und James Cook im Jahr 1770 - waren die Ufergegenden am Wellington Harbour übersät mit kleinen Maori-Siedlungen (maori: Pa). Obwohl beide Europäer anlegen und das Gebiet erforschen wollten, scheiterten sie aber bei ihren ersten Versuchen wegen der äußerst starken Strömung und den schwierigen Windverhältnissen. Seit dieser Zeit hat die Gegend den Ruf, sehr "windig" zu sein. Erst knapp 70 Jahre später begann die erste geplante Besiedlungswelle durch die Europäer, als William Wakefield im Auftrag der 1839 gegründeten New Zealand Company in Neuseeland große Landflächen von den Maori erwerben sollte, bevor die britische Krone deren Aktivitäten beenden konnte. Als Wakefield nun am 20. September diesen Jahres mit seinem Schiff, der Tory am "großen Hafen des Tara" ankam, spielte der ehemals dominierende Maori-Stamm (maori: Iwi) Ngahi Tara keine große Rolle mehr und wurde vom aufstrebenden Te Ati Awa-Stamm verdrängt. Letzterer unterstützte die Europäer in derem Bestreben, eine Siedlung am von den Europäern als "Port Nicholson" bezeichneten Naturhafen zu errichten, weil sie sich im Gegenzug von den Europäern Unterstützung gegen den verfeindeten Ngati Toa-Stamm erhofften. So verließen im Tausch gegen 100 Musketen, 100 Decken, 60 rote Nachtmützen, ein Dutzend Regenschirme und weitere verschiedene Kleinigkeiten widerwillig ihr Land. Allerdings gab es Übersetzungsschwierigkeiten und das Prinzip des Landbesitzes ist den Maori unbekannt. Hinzu kommt, dass nach den Auseinandersetzungen unter den verschiedenen Maoristämmen eine eindeutige Zuordnung der Siedlungsgebiete sowieso nicht möglich war.

Schon im folgenden Jahr, 1840, kehrte Wakefield mit der ersten "Schiffsladung" an Siedlern an den Naturhafen zurück und benannte die zukünftige Siedlung zu Ehren von Arthur Wellesley, 1. Herzog von Wellington, einem Unterstützer der New Zealand Company Wellington. Ursprünglich errichteten sie ihre erste Siedlung in Petone im Mündungsgebiet des Hutt River. Wegen den häufigen Überschwemmungen waren sie aber gezwungen, die Ortschaft weiter nach Südwesten, nach Lambton Harbour in den heutigen Stadtteil Thorndon zu verlegen. Eine Serie von kleineren Erdbeben im Jahr 1848 führte zu zahlreichen Beschädigungen. Einige Jahre später wurde klar, dass die eingeengte Lage der Stadt kein weiteres Wachstum mehr zuließ und es wurde der Beschluss gefasst, große Flächen des angrenzenden Naturhafens trocken zu legen. Kurz bevor man mit der Arbeit beginnen wollte, genauer gesagt am 23. Januar1855, erschütterte ein schwarzer Tag, der sich zugleich als eine große Chance für die Stadt herausstellte, die Region: Um 21.00 Uhr brachte das Wairarapa-Erdbeben mit Port Nicholson (Wellington Harbour) als Epizentrum die gesamte Gegend zum Beben. Mit einer Stärke von 8,1 auf der Richterskala wurde das heftigste jemals in Neuseeland gemessene Erdbeben sogar noch in Auckland wahrgenommen. Infolge dieses Bebens kam es zu Bodenerhebungen von zwei bis drei Metern. Unter anderem wurde ein Teil des damaligen Hafens angehoben, auf dem sich heute das Zentrum der Stadt befindet. Der damalige Lambton Quay (deutsch: Lambton-Kai) befindet sich zum Beispiel heute über 250 Meter vom Meer entfernt.

rotz aller Widrigkeiten wie Erdbeben, Großfeuer und den regelmäßig in Sturmstärke wehenden Windströmungen entwickelte sich die dürftige Siedlung mit einigen Dutzend Bewohnern zu einem florierenden Zentrum für Im- und Export mit einem bedeutenden Hafen und im Jahr 1865 lief Wellington Auckland den Rang ab, offizielle Hauptstadt Neuseelands zu sein. Die Verlegung der Hauptstadt aus dem schon damals viel größeren Auckland in aufstrebende Metropole am Port Nicholson wurde als nötig erachtet, um aufgrund der nun zentraleren Lage Sezessionsbestrebungen auf der Südinsel unterbinden zu können, die wegen des Goldrausches in Otago aufkeimten. Die erste Sitzung des Parlaments fand schon am 7. Juli1862 in Wellington statt, allerdings wurde erst nach einem Antrag von Alfred Domett im November 1863, in dem es hieß "es ist notwendig geworden, den Regierungssitz ... in einen passenden Ort in der Cook Straße zu verlagern", Wellington zur Hauptstadt erklärt. Im Jahr 1886 erhielt die Siedlung Stadtrechte. Das 1876 erbaute ehemalige Regierungsgebäude (Old Government Buildings) ist nach dem Tōdai-ji in Japan das zweitgrößte Holzgebäude der Erde. Das bis zum Jahr 1981 fertiggestellte "Beehive" (deutsch: Bienenstock), in dem sich die Büros der Parlamentarier befinden, wurde schnell ein Wahrzeichen der Stadt.

Als sich die Schifffahrtindustrie immer mehr weiterentwickelte, wurden zahlreiche große Lagerhallen und Produktionsstätten im Hafengebiet nicht mehr benötigt und viele Hallen wurden modernisiert und dienten fortan anderen Zwecken, wie zum Beispiel als Museum oder Einkaufskomplex, Wohnungen oder Büros; andere wurden abgerissen und in Parks umgewandelt. Im April 1968 sank vor der Küste Wellingtons die Autofähre Wahine während eines Sturmes. Dieses Schiffsunglück zählt mit einer Opferzahl von 55 Menschen als schlimmste Schiffskatastrophe in der Geschichte des Landes. In den 1980er-Jahren wurden große Teile der Stadt neu errichtet bzw. umgebaut und die meisten Gebäude den heutigen Standards in Sachen Erdbebensicherheit angepasst. Weitere Aufwertungen des Stadtzentrums erfolgten mit der Eröffnung des neuseeländischen Nationalmuseums Te Papa Tongarewa im Jahr 1998, zahlreichen weiteren Museen und dem Westpac Stadium im Jahr 2000. Erst im Jahr 2006 wurde das Hafenviertel von Wellington um den neu gestalteten Waitangi-Park bereichert.

Über die Jahre hinweg verwandelte sich Wellington von einer kleinen, verschlafenen Landeshauptstadt zu einer wichtigen Kultur- und Lifestylemetropole des Landes. Dazu tragen neben den zahlreichen Museen und Theater eine lebendige Musik- und Filmszene bei. Im Dezember 2003 wurde der dritte Teil der Filmtriologie Der Herr der Ringe in Wellington uraufgeführt. Das Ereignis sorgte für den größten Menschenandrang in der Stadtgeschichte.

Die eingeengte Lage des Ballungsraumes zum Einen an einer Landspitze und zum Anderen auch noch zwischen Mittelgebirgen und dem Wellington Harbour hat mehrere Besonderheiten zur Folge. Erstens ist die Metropolregion Wellington dichter besiedelt, als vergleichbare neuseeländische Städte. So leben im Stadt-Distrikt von Wellington City im Jahr 2005 634 Einwohner/km², während in Auckland City nur 397 Einwohner/km² (2004) leben. Eine weitere Folge der eingeengten Lage ist das geringere Bevölkerungswachstum im Vergleich zu anderen Großstädten des Landes. So konnte der Ballungsraum Wellington von 1991 bis 2001 nur ein Wachstum von etwa 5 % verzeichnen, während in Christchurch die Bevölkerung im gleichen Zeitraum um über 10 % zunahm, in Auckland um über 20 % und in Tauranga die Einwohnerzahl um fast 40 % anstieg. In der Metropolregion lebten zur Volkszählung im Jahr 1991 324.000 Menschen, zehn Jahre später waren 340.000 Personen im Ballungsraum beheimatet, was etwa 9,1 % der damaligen Gesamtbevölkerung des Landes ausmacht. Weitere vier Jahre später, genauer gesagt zum Stichtag 30. Juni2005 wurde die Einwohnerzahl des Ballungsraumes auf 370.000 Menschen geschätzt.

Wellington ist eine multikulturelle Hauptstadt. Der Großteil der Bewohner der Metropolregion Wellington fühlt sich der europäischen Volksgruppe zugehörig. Der Anteil der eigentlichen Ureinwohner des Landes, der Maori ist mit einem durchschnittlichen Anteil an der Bevölkerung vertreten. Obwohl der Anteil von Asiaten und Pazifischen Insulanern an der Bevölkerung viel geringer ausfällt, als zum Beispiel in Auckland, wird die Stadt dennoch von vielfältigeren kulturellen Einflüssen geprägt, als die meisten anderen Städte des Landes.

Die exakten Ergebnisse der Volkszählung von 2001 für den Ballungsraum Wellington:

  • 78,3% der Einwohner rechnen sich der europäischen Bevölkerungsgruppe zu,
  • 12,4% der Einwohner rechnen sich der Maori-Bevölkerungsgruppe zu,
  • 9,3% der Einwohner rechnen sich der pazifischen Bevölkerungsgruppe zu,
  • 8,0% der Einwohner rechnen sich der asiatischen Bevölkerungsgruppe zu und
  • 1,1% der Einwohner gehören zu anderen Bevölkerungsgruppen.

Anmerkung: In Neuseeland ist es möglich sich zu mehreren Volksgruppen zu rechnen.

Die anfangs überwiegend britischen Siedler brachten ihre Religion, die Anglikanische Kirche, in die Region Wellington, die heute Sitz einer der sieben Diözesen der Anglican Church in Aotearoa, New Zealand and Polynesia ist. Die Nachfahren der ersten Siedler errichteten im Jahr 1855 die Old Saint Paul's Church, eines der ersten Kirchengebäude in dem Gebiet. Durch beständige Einwanderung aus katholisch geprägten Ländern hat die katholischeKonfession die anglikanische im Ballungsraum Wellington von Platz eins verdrängt; In der Stadt befindet sich die einzige katholische Erzdiözese des Landes. Des Weiteren existieren noch zahlreiche andere christliche Konfessionen, wie zum Beispiel die Lutheranische Kirche.

Obwohl das Christentum die größte religiöse Gruppierung der Metropolregion Wellington darstellt, gibt es viele Anhänger weiterer Religionen, wie zum Beispiel des Buddhismus, des Hinduismus oder des Islam. Letztere Gruppierung betreibt inzwischen drei islamische Zentren in der Metropolregion und plant bereits die Errichtung eines weiteren Zentrums im neuen Stadtteil Newlands.

Sehenswürdigkeiten sind das Parlamentsgebäude mit dem neuen Kabinettsgebäude (Beehive), das Cable Car und der dadurch an die City angeschlossenen Botanische Garten mitsamt Aussichtspunkt oberhalb der Universität, das Old Government Buildings als größtes Holzgebäude der Südhalbkugel (heute die juristische Fakultät), Old St. Paul's, die alte anglikanische Hauptkirche der Stadt im Stil englischer Gotik, das beeindruckende neuseeländische Nationalmuseum Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa sowie Mount Victoria als Aussichtspunkt. Wellington hat als Universitätsstadt ein sehr lockeres Flair und ein abwechslungsreiches Nachtleben mit vielen Bars, Clubs und Cafés, das vor allem im südlich des Stadtzentrums gelegenen Ortsteil Te Aro, dem größten Unterhaltungs-Gebiet Neuseelands, zentralisiert ist.


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