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Von Melbourne aus haben wir die Faehre nach Tasmanien genommen. Die 10 Stunden lange Nachtfahrt war entspannt und wir haben die meiste Zeit geschlafen.

In Devenport angekommen haben wir unsere Uschi aus dem Bauch des Schiffs gefahren und sind in Richtung Lake St. Clair, dem Ende des Overlandtracks gefahren. Dort haben wir sie abgestellt und unsere Rucksaecke gepackt und uns ein letztes mal richtig gestaerkt. Nach einer ruhigen Nacht auf dem Parkplatz vor dem Visitor Center gings dann 5 Stunden mit dem Bus nach Gradle Mountain, wo unsere Tour beginnen sollte.

Geplant war eigentlich noch eine Nacht dort zu schlafen und dann direkt am Morgen loszugehen, da wir aber um 3 Uhr angekommen sind und uns beim Einchecken gesagt wurde, dass wir auch heute schon loslaufen koennen sind wir kurzerhand einen Tag frueher los... Wir hatten einen 3 Stunden langen TagesMARSCH vor uns und weitere 70-75km fuer die naechsten Tage.

Fuer die, die es nicht wissen nochmal zusammengefasst: wir beide haben ueberhaupt KEINE Erfahrung was Wandern angeht.. also mit einem schweren Rucksack 6 Tage lang rumlaufen und wirklich alles was man braucht mit sich tragen... Steinige Abhaenge hoch und runterklettern etc.

Dosenessen ist zwar toll aber verdammt schwer. Unsere Wanderschuhe waren zudem auch neu was Blasen vorprogrammiert. Aber das haben wir alles relativ schnell rausbekommen (@Michi von Christof: Ja ich weiss, ich war nicht beim Bund und deshalb weiss ich auch nicht wie das geht...)

Naja, wir sind also los gelaufen und die erste Strecke war schon richtig schwer, da es viele Meter nach oben ging, wir muede waren und zudem hungrig...

Die Rucksaecke wurden immer schwerer aber irgentwie erreichten wir den Gipfel von dort aus ging es dann einfacher durch gras-Buschland, teilweise auf Holzpfaden wieder berab und Richtung Huette. Nach 3.5 Stunden war das erste Stueck geschaft und wir teilten unsere Huette mit vier anderen, von denen leider drei schlimme Schnarcher waren... Wir beschlossen die naechste Nacht in unserem Zelt zu schlafen!

orgens wurden wir jedoch mit etwas besonderem belohnt: Um unsere huette grasten einige Wallabies, die sehr niedlich waren.

Leider machten sich schon am naechsten tag unsere Fuesse bemerkbar und die 17 km Strecke am dritten tag mussten wir mit fiessen Blasen an den Fuessen laufen.

Die Wanderkulisse war aber wirklich wunderschoen, unberuehrte natur ueberall!

Einen tag haben wir dann pausiert und uns von den Strapatzen erholt um am naechsten Tag 20 km weiter zu laufen. (Wir haben eine Huette uebersprungen... sehr bloed!)

Nach dem sechsten Wandertag hatten wir dann wirklich genug und sind die letzten 15 km sind wir bequem mit der faehre ueber den Lake St. Claire gefahren, statt sie wie geplant zu laufen.

Wir haben nach dem Track beschlossen, dass Wandern nicht unser neues Lieblingshobby wird.

Trotzdem war es eine interresante und lehrreiche Wanderung.

Wir haben insgesamt 5 Schlangen (darunter die toedliche Tigersnake), viele Wallabies und Voegel und einen Blutegel (an Melis Ruecken -AHHH, er hat aber noch nicht gesaugt...) gesehen und der Blasenrekord war 7 (verteilt auf Melis Fuesse), Christof hatte weniger, aber sehr gemeine.


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