zum zweiten Mal in Guatemala

In and around Guatemala

21.08.2006

Autor: Johanna

Wir haben uns heute Mittag einen Direktbus von Copan nach Antigua in Guatemala fuer 10 Dollar genommen. Die Fahrt hat allerdings statt 6 STunden 8 gedauert, weil wir in einem 2 Stunden Stau standen. Vor Guatemala City ist naemlich ein starker Steinschlag runtergekommen. Nach dieser langen Fahrt waren wir wirklich froh endlich hier zu sein. Wir haben versucht noch so spaet was zu essen zu bekommen und haben leider 18 Dollar bezahlt. Das ist fuer unserer Verhaeltnisse ein wahnsinniges Geld. Aber ich muss das vergessen. Ich weiss nicht was wir morgen machen, entweder den Vulcan oder Stadt anschauen. Hier noch ein paar Infos zu Guatemala:

Guatemala (offiziell Republik Guatemala, span.República de Guatemala) ist ein Staat in Mittelamerika, im Süden der Halbinsel Yucatán. Der Name Guatemala leitet sich vom toltekischen Wort 'Goathemala' ab, was soviel wie 'Erde der Bäume' bedeutet. Guatemala grenzt im Südosten an Honduras, im Süden an El Salvador, im Norden an Mexiko und im Osten an Belize. Guatemala hat zwei Küsten, im Osten einen schmalen Zugang zum Karibischen Meer und im Südwesten die Pazifikküste.

Guatemala liegt in Zentralamerika auf 15° 30' Nord, 90° 15' West. Der nordöstliche Teil, El Petén, ist gering besiedeltes Tiefland mit fast durchgehendem tropischen Regenwald, im Zentrum Guatemalas liegt das Hochland mit Vulkanen bis zu 4.200 m Höhe, der schmale, flache und fruchtbare Küstenstreifen am Pazifik hat wieder durchgehend feuchttropisches Klima.

Das Hochland ist von sehr unterschiedlichen Klimazonen geprägt, so findet man hier unter anderem auch noch kleine Reste von sogenanntem Nebelwald, dem letzten Rückzugsgebiet des extrem gefährdeten Nationalvogels Guatemalas, des Quetzal. Er ist der Namensgeber für die guatemaltekische Währung.

Das Hochland ist das kulturelle und bevölkerungsreichste Zentrum Guatemalas. Hier herrscht, wegen der Lage zwischen 1.300 und 1.800 Metern über dem Meer, fast das ganze Jahr über ein mildes Klima mit Tagestemperaturen zwischen 18 und 28 Grad Celsius. In höheren Lagen kann es vor allem im Januar und Februar recht kalt werden. In einem tiefergelegenen Teil dieser Hochlandregion liegt die heutige Hauptstadt Guatemala-Stadt, mit 2,5 Mio. Einwohnern die größte Stadt des Landes. Wobei die inoffiziellen Zahlen sich schon um die 5 Mio.-Grenze drehen. Touristische Höhepunkte des Landes sind der Atitlán-See, die alte Hauptstadt Antigua Guatemala, die antike Mayastadt Tikal im Petén, der Lago Izabal mit dem Rio Dulce und Livingston an der Karibikküste, sowie einige andere sehenswerte Städte wie Quetzaltenango und Chichicastenango im Hochland.

Die wichtigsten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Guatemala-Stadt 964.823 Einwohner mit den meist zum Stadtbereich gezählten Mixco 297.039 Einwohner, Villa Nueva 218.294 Einwohner, Amatitlán 61.562 Einwohner und Chinautla 61.520 Einwohner. Im Weiteren Quetzaltenango 112.121 Einwohner, Escuintla 69.311 Einwohner, Cobán 59.428 Einwohner, Huehuetenango 28.500 Einwohner, sowie Antigua mit 20.600 Einwohnern.

59,4 % der Guatemalteken sind Mischlinge europäischer und indigener Abstammung. Diese Mestizen werden lokal anders als in anderen Ländern Mittelamerikas als Ladinos bezeichnet. Der europäische Anteil ist überwiegend spanischer Herkunft. Weitere 40 % der Gesamtbevölkerung sind Indigenas, meist Nachkommen der Maya. Der Rest der Bevölkerung ist europäischer oder asiatischer Abstammung oder zählt zu den Garifuna, den an der Karibikküste lebenden Nachkommen entflohener und ursprünglich aus Afrika stammender Sklaven der Insel St. Vincent.

Spanisch ist die Amtssprache und Muttersprache der Mestizen und der europäischstämmigen Bevölkerung. Neben der Amtssprache Spanisch, die rund 60 % der Indigenas sprechen, sind weitere sieben Sprachen anerkannt. Dazu zählen neben einigen indigenen Sprachen beispielsweise auch die Sprache der Garifuna, das Igñeri. Bei den Garifuna, die enge Verbindungen mit Belize unterhalten, ist auch Englisch mit karibischem Einschlag sehr weit verbreitet. Hinzu kommen weitere Maya-Sprachen, die teilweise starke regionale Unterschiede aufweisen. Insgesamt werden in Guatemala 23 verschiedene indigene Sprachen gesprochen.

Guatemala hat eine sehr hohe Analphabetenrate von 30 %. Aus diesem Grund werden diverse Hilfsprogramme wie Probigua organisiert, die mehrheitlich auf private Spenden angewiesen sind.

Ungefähr 60 % der Bevölkerung sind römisch-katholisch, etwa 30 % gehören protestantischen Kirchen an. [1] In die christlichen Folklore des Landes sind viele Rituale der Maya eingeflossen. So finden sich zum Beispiel häufig Opfergaben für christliche Heilige auf den Kirchenstufen, wie sie früher Mayagottheiten dargebracht wurden. Starke Einflüsse sind auch aus dem Spanischen zu erkennen. Ein bekanntes Beispiel hierfür sind die großen Umzüge während der Karwoche (Semana Santa) in Antigua, die sich in ähnlicher Form auch in Sevilla (Spanien) finden.

Zeugnis der indianischen Geschichte legen unzählige, zum größten Teil noch nicht erfasste Maya-Ruinen ab, darunter Tikal als die wichtigste oder Cival. Ein Unzahl von Resten alter Maya-Kulturen liegt weiterhin im Verborgenen, nur die wesentlichsten Ruinenstädte wurden, vor allem mit finanzieller Hilfe aus dem Ausland freigelegt und erforscht. Siehe auch die Liste der Maya-Ruinen.

Nach der Eroberung (Conquista) blieb das Land bis zum 15. September1821spanischeKolonie. Von 1823-1839 war Guatemala Teil der Zentralamerikanischen Konföderation. Erst 1840 entstand der unabhängige Staat Guatemala.

Die erste Zeit der jungen Republik von 1841-71 ist gekennzeichnet durch konservative Regime an der Macht, deren Hauptziele eine behutsame wirtschaftliche Modernisierung bei Beibehaltung der hierarchischen Gesellschaftsordnung der Kolonialzeit darstellten.

Die Zeit von 1871-1944 wird als liberaler Nationalstaat bezeichnet. Die wirtschaftliche Modernisierung des Landes wurde forciert. Es begann der großflächige Kaffee- und Bananenanbau, letzterer insbesondere durch die United Fruit Company.

Mit der Oktoberrevolution 1944 und dem Sturz des damaligen Diktators Jorge Ubico 1931-1944, beginnt ein demokratisches Jahrzehnt in Guatemala. Präsident Arévalo, 1944 bis 1949, demokratisiert das Land, führt die Pressefreiheit ein und implementiert den ersten Arbeiterkodex in der Geschichte Guatemalas. Unter seinem Nachfolger Jacobo Arbenz 1950-1954 werden umfangreiche Landreformen durchgeführt. Zu dieser Zeit besitzen rund 2 % aller Großgrundbesitzer ca. 70 % des landwirtschaftlich nutzbaren Landes.

Lange Jahre wurde angenommen, dass das US-amerikanische Außenministerium auf Intervention der United Fruit Company (UFC) eine Hetzkampagne gegen Guatemala initiierte. Die UFC hatte in Guatemala ihre größten Plantagen und war zudem noch Eignerin der International Railway of Centralamerica und des damals einzigen Seehafens des Landes, Puerto Barrio. Die CIA intervenierte daraufhin in Zusammenarbeit mit oppositionellen guatemaltekischen Militärs (Operation PBSUCCESS). Die kürzlich freigegebenen Akten des CIA über die Aktion lassen jedoch den Einfluss der United Fruit Company eher gering erscheinen. Nach diesen Informationen sollte die Intervention eher als Teil der Truman-Doktrin betrachtet werden, um einer vermuteten kommunistische Bedrohung aus Zentralamerika vorzubeugen.

1954 wird Arbenz gestürzt und Castillo Armas wird Diktator. Innerhalb kürzester Zeit macht dieser sämtliche sozialen Reformen einschließlich der begonnenen Agrarreform rückgängig. Er wird 1957 ermordet. Ydígoras, ebenfalls aus den Reihen des guatemaltekischen Militärs, unter der Herrschaft Ubicos verantwortlich für zahlreiche Massaker und die brutale Niederschlagung verschiedener Aufstände in Guatemala, wird sein Nachfolger.

In Guatemala herrschte 36 Jahre lang ein Bürgerkrieg, der erst 1996 durch die Unterzeichnung eines Friedensvertrages formell für beendet erklärt wurde.

Der Krieg hatte bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 200.000 Menschen das Leben gekostet und über 1 Million Flüchtlinge geschaffen. Besonders durch General Efrain Ríos Montt bekam die Bekämpfung der indigenen Bevölkerung durch die Diktatur Züge eines Genozids. Ganze Landstriche wurden flächendeckend bombardiert. Allein im September 1982 wurden 9.000 Mayanachkommen ermordet.

Ohne die maßgebliche Förderung durch logistische und materielle Hilfe (Waffen getarnt als "humanitäre Hilfe") der USA wäre der Genozid in dieser Form sicher kaum möglich gewesen. Nur Jimmy Carter unterbrach diese "humanitäre Hilfe" für kurze Zeit.

Guatemala wurde im Oktober 2005 von Ausläufern des Hurrikans Stan schwer getroffen, über 1.000 Menschen kamen durch Überschwemmungen, Erdrutsche und Schlammlawinen ums Leben.

Guatemala ist eine unabhängige demokratische Republik mit Mehrparteiensystem. Die Verfassung vom 15. Januar1986 legt die Trennung zwischen Legislative (Congreso de la República, das Parlament), Exekutive (Präsident und Vize-Präsident) und Judikative (Oberster Gerichtshof) fest. Das Parlament und der Präsident werden alle vier Jahre gewählt, stimmberechtigt sind alle Bürger ab achtzehn Jahren, ausgenommen aktive Angehörige des Militärs. Der oberste Gerichtshof wird vom Parlament für vier Jahre bestimmt.

Bei den Wahlen vom 9. November2003 wurde Óscar Berger Perdomo als Kandidat der Gran Alianza Nacional (GANA) zum Präsidenten gewählt. Auch bei der Parlamentswahl wurde die Gran Alianza Nacional stärkste Kraft, die Wahlbeteiligung lag bei 54,5 %.

Wie die meisten lateinamerikanischen Staaten hat auch Guatemala keine lange demokratische Tradition. Die Parteienlandschaft ist wenig stabil, viele Parteien lösen sich nach einer Legislaturperiode auf oder verschwinden in der Bedeutungslosigkeit. Bezeichnend dafür ist der starke Einfluss gesellschaftlicher Gruppen außerhalb der Parteien, insbesondere des Militärs und der Unternehmer.

Außenpolitisch war Guatemala während des Bürgerkriegs jahrelang isoliert. Seit dem Beginn der Demokratisierung und dem Abschluss des Friedensvertrags mit den Rebellen versucht Guatemala auf der internationalen Bühne eine angemessene Rolle zu spielen. Seit 2001 besteht zwischen Mexiko, Guatemala, Honduras und El Salvador ein Handelsabkommen, seit dem 10. März2004 zusätzlich eine Zollunion mit El Salvador.

Die Hauptexportgüter des Landes sind Textilien und Kaffee, daneben werden Zucker, Bananen, Tabak, Kautschuk und Kardamom exportiert.

Die Textilienproduktion findet hauptsächlich in Maquiladoras statt. Diese befinden sich in Export Processing Zones ( EPZs), sind sehr gering reguliert und mit sehr niedrigen Abgaben belastet. Die Maquiladorawirtschaft sieht sich scharfer Kritik von Arbeits- und Menschenrechtsorganisationen ausgesetzt. Auch der langfristige wirtschaftliche Nutzen wird aufgrund des geringen Technologie- und Wissenstransfers sowie der geringen Generierung von Staatseinkommen regelmässig in Frage gestellt. Darüber hinaus trägt diese Wirtschaftsform in Guatemala zur zunehmenden Proletarisierung der Landbevölkerung bei, deren Möglichkeiten sich durch traditionelle Landwirtschaft zu versorgen stetig geringer werden. Einen Sprung in dieser Entwicklung von landwirstschaftlicher zu industrieller Produktion fand während der Bürgerkriegsjahre und vor allem während des Genozids von 1982-83 statt. In dieser Zeit wurden viele ländliche Strukturen zerstört, wodurch auf dem Arbeitsmarkt eine große Zahl neuer und günstige Arbeitskräfte verfügbar wurden.

Ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor ist seit dem Ende der 1990er Jahre auch der Tourismus. Von großer Bedeutung sind auch die Überweisungen ausgewanderter Guatemalteken an ihre Familien. Sie hatten im Jahre 2003 einen geschätzten Wert von 1,6 Mrd. Euro

Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für

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